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Lars Geerdes

Tiefstand bei Krankenhauspatienten

Mittlerweile nähert sich die Zahl der durchgeführten Coronatests in Dänemark der 1-Million-Marke.
Mittlerweile nähert sich die Zahl der durchgeführten Coronatests in Dänemark der 1-Million-Marke.

Kopenhagen. Ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch ist zwischen Donnerstag und Freitag, jeweils 8 Uhr, in Dänemark gestorben. Damit sind jetzt 604 Coronatote im Land registriert, wie aus dem täglichen Bericht des Staatlichen Seruminstituts hervorgeht.

Darüber hinaus ist dem Bericht zu entnehmen, dass die Zahl der im Krankenhaus behandelten Patienten um fünf auf 31 gefallen ist. Dies ist der niedrigste Wert seit dem 15. März. Elf der am schwersten erkrankten Patienten werden auf Intensivstationen behandelt, davon vier künstlich beatmet.

Die Zahl der Neuinfektionen lag im erfassten Zeitraum bei 39. Damit sind jetzt 12.675 Menschen in Dänemark als infiziert gemeldet, von denen 11.508 die Infektion bereits hinter sich gelassen haben.

Mittlerweile nähert sich die Zahl der durchgeführten Coronatests der 1-Million-Marke. Bis Freitag wurden genau 998.736 Proben von 793.499 Personen genommen.

Für den Virologie-Professor Søren Riis Paludan drücken die Zahlen weiterhin aus, dass die Pandemie in Dänemark unter Kontrolle sei. Ein nennenswerter Effekt auf die Lockerungen des Lockdowns sei weiterhin nicht zu erkennen.

50 Tote in Schweden

In Schweden gab es unterdessen weitere 50 Todesfälle. Wie die Gesundheitsbehörden des Nachbarlandes mitteilten, sind dort jetzt 5280 mit Corona infizierte Menschen gestorben. Die Gesamtzahl der Infizierten wird mit 65.137 angegeben.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet Schweden zu den 11 Ländern, denen eine zweite Corona-Welle droht. Dies nannte Staatsepidemiologie Anders Tegnell unter Hinweis auf zurückgehende Zahlen bei Neuinfektionen einen »Fehler«.

Laut WHO hatte Schweden in den vergangenen 14 Tagen 155 Infizierte pro 100.000 Einwohner, was sonst nur von Armenien noch übertroffen wird.

Der schwedische Staatsepidemiologie Anders Tegnell wirft der Weltgesundheitsorganisation vor, Schweden fälschlich vor einer zweiten Corona-Welle zu warnen. Foto: Magnus Andersson, TT News Agency/Reuters/Ritzau Scanpix-Archiv

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