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Lars Geerdes

SAS-Rettungsplan mit Milliarden-Sparprogramm

Dänemark und Schweden sollen ihre Anteile erhöhen und neue Aktien sollen für frisches Kapital sorgen.
Dänemark und Schweden sollen ihre Anteile erhöhen und neue Aktien sollen für frisches Kapital sorgen.

Kopenhagen. Bis zum Jahr 2022 soll die skandinavische Fluggesellschaft SAS Sparmaßnahmen im Umfang von 2,8 Milliarden dänischen Kronen vornehmen. Das geht aus dem Rettungsplan hervor, den die SAS am Dienstag veröffentlichte.

Der Rettungsplan sieht vor, dass die Anteilseigner Dänemark und Schweden neues Geld in das Unternehmen schießen und ihre Beteiligungen von jetzt rund 14 auf 20 Prozent erhöhen.

Die Ausgabe neuer Aktien, eine Erhöhung der Anteile des dänischen und des schwedischen Staats und Einsparungen in Milliardenhöhe sind elementare Bestandteile des Rettungsplans, mit dem die SAS die Folgen der Coronakrise zu überleben versucht. Foto: Henning Bagger, Ritzau Scanpix-Archiv

Insgesamt sollen die Aktionäre – die beiden Staaten und weitere Anteilseigner – 8,5 Milliarden Kronen beisteuern. Die beiden Regierungen sowie der »Knut und Alice Wallenberg Fonds« als drittgrößter SAS-Aktionär haben bereits Zustimmung signalisiert. »Ohne diese Rekapitalisierung wird die SAS die Covid-19-Krise nicht überstehen«, sagte SAS-Topchef Rickard Gustafsson der Agentur Ritzau Finans.

Neue Aktien

Die Fluggesellschaft will sich frisches Kapital besorgen, indem sie neue Aktien auf den Markt bringt. Das bedeutet für die Anleger, dass jede einzelne Aktie im Verhältnis zu deren Gesamtzahl weniger wert sein wird.

Die SAS erwartet erst im Jahr 2022 zu einem normalen Aktivitätsniveau zurückzukehren. Daher ist ein durchgehendes Element des Rettungsplans, Kosten abzubauen, um die fallenden Einnahmen zu kompensieren. Wie am Montag berichtet, gehören dazu auch Massenentlassungen, die allein in Dänemark fast 1600 Mitarbeiter den Job kosten. Außerdem setzt die Gesellschaft auf mehr Automatisierung und Digitalisierung.

Ein Hoffnungsschimmer auf der Einnahmenseite wird erwartet, wenn im Juli eine lange Reihe von Linienflügen wieder aufgenommen wird, die während des Corona-Lockdowns gestrichen wurden.

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