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May-Britt Petersen

Mette Frederiksen: Behörden haben Lockdown empfohlen

Laut eines Berichts der Zeitung Jyllands Posten hat die oberste Gesundheitsbehörde der dänischen Regierung nicht so weitreichende Maßnahmen empfohlen wie letztendlich eingeführt wurden.
Laut eines Berichts der Zeitung Jyllands Posten hat die oberste Gesundheitsbehörde der dänischen Regierung nicht so weitreichende Maßnahmen empfohlen wie letztendlich eingeführt wurden.

Kopenhagen. Die dänische Staatsministerin Mette Frederiksen (Soz.) hält daran fest, dass die Behörden der Regierung empfohlen haben, große Teile des öffentlichen Lebens herunterzufahren, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Das sagte sie am Freitag dem Fernsehsender TV2, nachdem die Zeitung Jyllands-Posten über den genauen Ablauf bezüglich der Einführung der Corona-Maßnahmen berichtet hatte.

Die dänische Staatsministerin Mette Frederiksen (Soz.) machte erneut deutlich, dass die Behörden empfohlen hatten, das öffentliche Leben herunterzufahren. Foto: Philip Davali, Ritzau Scanpix

Am Abend des 11. März hatte die Staatsministerin mehrere Male darauf hingewiesen, dass es die Empfehlung der Behörden war, alle unnötigen Aktivitäten herunterzufahren. Heute ist jedoch bekannt, dass die oberste dänische Gesundheitsbehörde so weitreichende Maßnahmen zumindest schriftlich nicht festgehalten hatte.

Laut Mette Frederiksen hatten die Behörden der Regierung aber empfohlen, die sozialen Kontakte der Bevölkerung zu minimieren.

“Die konkrete Entscheidung darüber, wie wir das tun und welche Maßnahmen wir treffen, ist natürlich eine politische Entscheidung. So sollte es in einer Demokratie auch sein”, sagte Mette Frederiksen.

Sie wollte nicht näher darauf eingehen, welche Empfehlungen sie von welcher Behörde bekommen hat, sagt allerdings, dass mehrere Behörden sie hinsichtlich der Maßnahmen beraten haben.

Der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Soz.) hat sich bisher nicht zu der Diskussion geäußert. Auch die oberste dänische Gesundheitsbehörde war nicht für einen Kommentar zu erreichen.

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