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Lars Geerdes

Dänen haben fast eine Billion auf der hohen Kante

Zunehmende Spargeldsumme deutet auf Absicherung für schlechte Zeiten.
Zunehmende Spargeldsumme deutet auf Absicherung für schlechte Zeiten.

Kopenhagen. Die Coronakrise hat die dänische Bevölkerung noch mehr als sonst veranlasst, Geld auf die hohe Kante zu legen. Schon seit Jahren steigt die Gesamtsumme des Sparguthabens, und allein im Mai wurden 12 Milliarden Kronen auf die Seite gelegt.

Damit wuchsen die Sparguthaben auf 999 Milliarden Kronen an und liegen damit nur noch minimal unter der Marke von einer Billion – eine 1 mit 12 Nullen. Dies zeigen Zahlen aus der Statistikdatenbank der Nationalbank, wie die Nachrichtenagentur Ritzau berichtet.

Die Dänen legen immer mehr Geld auf die hohe Kante. Allein im Mai wuchs das Gesamt-Sparguthaben um 18 Milliarden auf 999 Milliarden Kronen. Foto: Mads Nissen, Ritzau Scanpix-Archiv

Umgerechnet auf die Bevölkerung bedeutet dies statistisch gesehen, dass jede Person über 18 Jahre im Durchschnitt über 215.000 Kronen Sparguthaben verfügt.

Nicht gleichmäßig verteilt

»Obwohl das Geld bei weitem nicht gleichmäßig verteilt ist, deutet manches darauf hin, dass viele dänische Familien sehr robust dastehen und Mittel haben, um schlechte Zeiten zu überstehen«, kommentiert Privatökonom Brian Friis Hansen von Arbejdernes Landsbank.

Schon in den vergangenen Jahren sei das Gesamt-Sparguthaben langsam, aber sicher angewachsen, wie Seniorökonom Kristian Skriver von der Dänischen Handelskammer sagt. Allein im Vorjahr sei es um 64 Milliarden Kronen gestiegen. »Das kommt daher, dass die Dänen einen soliden privatökonomischen Zuwachs erlebt haben, weil die Reallöhne merkbar gestiegen sind, das Beschäftigungsniveau hoch und das Zinsniveau niedrig war.«

»Gleichzeitig waren die Dänen vorsichtig und haben nicht gleich den gesamten Einkommenszuwachs ausgegeben«, so Skriver.

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