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May-Britt Petersen

Corona-Betten werden abgebaut

In ganz Dänemark werden die Betten, die für Corona-Patienten vorgesehen waren, mittlerweile abgebaut.
In ganz Dänemark werden die Betten, die für Corona-Patienten vorgesehen waren, mittlerweile abgebaut.

Kopenhagen. Viele Krankenhäuser in Dänemark haben damit begonnen, die Betten, die für Corona-Patienten vorgesehen waren, abzubauen. Davon berichtet die Zeitung Politiken am Freitag.

Anfang März hatten die Krankenhäuser sich auf die Aufnahme von zahlreichen Corona-Patienten vorbereitet.
Im Krankenhaus in Slagelse hatte man 73 Plätze ausschließlich für Corona-Patienten eingerichtet, um auf den schlimmsten Fall vorbereitet zu sein. Jetzt schließt die Abteilung.

Immer weniger Corona-Patienten werden in den dänischen Krankenhäusern behandelt. Deshalb werden viele Betten, die für diese Patienten vorgesehen waren, nun abgebaut. Foto: Ólafur Steinar Gestsson, Ritzau Scanpix

In der gesamten Region Sjælland wurden nur noch 22 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt. Vier davon auf der Intensivstation.

“Die Zahlen sind plötzlich sehr schnell zurückgegangen. Ich habe keinen getroffen, der die Entwicklung erwartet hätte”, erzählt Leif Panduro Jensen von der Region Sjælland.

Abteilung geschlossen

Im Rest des Landes ist das Bild das gleiche.

In der Region Nordjylland werden noch acht Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt und das Aalborg Universitetshospital hat kürzlich eine spezielle Corona-Abteilung auf der Intensivstation geschlossen.

Auch in der Region Midtjylland ist die Bettenzahl fast wieder auf normalem Niveau.

Selbst in der Haupstadt-Region, die von der Pandemie am härtesten betroffen war, passt man sich nun an die Situation mit weniger Patienten an.

Behandlungen nachholen

Allerdings müssen die Krankenhäuser in ganz Dänemark nun einige Dinge nachholen, die in der Coronakrise auf Eis gelegt waren. Unter anderem wurden tausende Operationen abgesagt.

Morten Freil von Danske Patienter wünscht sich einen Handlungsplan darüber, wie die vielen Behandlungen, die sich angehäuft haben, nachgeholt werden können.

“Es ist sehr wichtig, dass man sicherstellt, dass alle Kapazitäten ausgeschöpft werden”, sagt er.

Neben einem Handlungsplan fordert er, dass finanzielle Hilfe für diese Behandlungen zur Verfügung gestellt wird.
Ulla Astmann, stellvertretende Vorsitzende der dänischen Regionen, erklärt, dass jede Region ihren eigenen Plan erarbeiten wird, da die Kapazitäten und Ausgangslagen unterschiedlich sind.

Grundsätzlich gilt jedoch, dass zunächst diejenigen behandelt werden, die am schwersten erkrankt sind, die stärksten Schmerzen haben oder bei denen die Gefahr von bleibenden Schäden am größten ist.

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