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Lars Geerdes

150.000 Fernsehzuschauer können erleichtert aufatmen

Die Ende März geplante Abschaltung des alten Antennensignal ist auf Juni verschoben worden.
Die Ende März geplante Abschaltung des alten Antennensignal ist auf Juni verschoben worden.

Kopenhagen. Dänische Zuschauer, die das TV-Programm über Antenne empfangen, müssen nun doch nicht befürchten, mitten in der Corona-Krise ab Ende März ohne Fernsehen auskommen zu müssen. Laut Mitteilung des Kulturministeriums ist die Abschaltung des bisherigen Signals auf den 2. Juni verschoben worden.

Die Abschaltung am 31. März hätte rund 150.000 Bürger betroffen, sofern sie sich bis dahin nicht die dann notwendigen Empfangsgeräte beschafft hätten. Dies gilt fast ausschließlich für Nutzer älterer Fernsehgeräte, die das neue Signal nicht verarbeiten können.

Der Fernsehsender DR und der Anbieter Boxer wollten auf die neuen Signale umstellen, um mehr Frequenzen für den Breitband-Mobilfunk zu ermöglichen. Die involvierten Mobilfunk-Anbieter haben nun die Verschiebung der Umstellung auf den 2. Juni akzeptiert.

Darüber freut sich nicht zuletzt Kulturministerin Joy Mogensen (Soz.).

»Fernsehen ist für viele – vor allem Ältere – die wesentliche Quelle für Information und Unterhaltung. Und in diesen Zeiten müssen wir besonders gut auf unsere älteren Mitbürger aufpassen«, wird die Ministerin in der Mitteilung zitiert.

Die Maßnahme beruht auf dem 2015 verabschiedeten Digitalisierungsplan für Dänemark, der unter anderem vorsieht, dass das 700-Megahertz-Frequenzband, das derzeit für das Fernsehsignal genutzt wird, ab April 2020 dem Mobilfunk-Standard G5 zur Verfügung gestellt wird. Dänemark hat sich auch international dazu verpflichtet, dies spätestens am 30. Juni 2020 zu vollenden.

In der Corona-Krise ist das Fernsehen wieder zu einer der wichtigsten Informationsquellen geworden. Die geplante Abschaltung des bisherigen Antennensignals in Dänemark Ende März ist nun verschoben worden. Britta Pedersen, dpa

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