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Lennart Adam

Radfahrer in Flensburg haben 17 Tonnen CO2 eingespart

Über 100.000 Kilometer wurden bei der Aktion »Wir radeln (immer noch) zur Arbeit« zurückgelegt. Dabei würden mindestens 17 Tonnen CO2 eingespart.
Über 100.000 Kilometer wurden bei der Aktion »Wir radeln (immer noch) zur Arbeit« zurückgelegt. Dabei würden mindestens 17 Tonnen CO2 eingespart.

Als »gewichtiges Projekt« beschreibt Klimapakt-Chef Klaus Schrader die jährliche Aktion »Wir radeln (immer noch) zur Arbeit, die in diesem Jahr zum siebten Mal stattfand. Wie gewichtig, das zeigen die diesjährigen Zahlen der Aktion: 106,347 erradelte Kilometer kamen zusammen, fast 12.000 Kilometer mehr als im Vorjahr, das sind umgerechnet mehr als zweieinhalb mal um die Welt. Neuer Rekord.

Die Aktion ist eine Weiterführung der bundesweiten, großen Radkampagne von AOK und ADFC »Mit dem Rad zur Arbeit«, die jährlich vom 1. Mai bis 31. August veranstaltet wird. Während dieser Zeit tauschen tausende Menschen ihr Auto für den Weg zur Arbeit gegen ein Fahrrad ein, bilden Teams und protokollieren die von ihnen zurückgelegten Kilometer für ein Ranking. So auch bei dem Flensburger Abkömmling, der dieses Jahr vom 9. September bis zum 6. Oktober stattfand.

763 Radler von 73 Firmen, 16 Schulen und den beiden Flensburger Hochschulen traten für dieses Ergebnis in die Pedale. 17 Tonnen CO2 konnten so eingespart werden im Vergleich zum Autoverkehr, fast 240.000 Umzugskartons. »Wahrscheinlich wird es noch mehr gewesen sein, da die Teilnehmer ja nicht nur mit dem Rad zur Arbeit gefahren sind, sondern von dort aus auch zu Kunden, Klienten und zum Einkaufen«, sagt Andreas Oeding vom Verein Klimapakt.

»Die Teilnehmerzahlen beweisen, dass auch außerhalb dieser Zeit gutes Radfahrerwetter ist. Viele radeln einfach weiter, das ganze Jahr über«, erzählt Oeding.

Zielsetzung sei die Bewerbung und Förderung des Alltagsradverkehrs als ein Beitrag zum lokalen Klimaschutz. Die Kampagne sei ein kleiner Baustein für das großes Ziel der Stadt, bis 2050 CO2-neutral zu sein.

Aber der Umstieg aufs Rad komme nicht nur dem Klimaschutz zugute. »Es ist auch gut für die Gesundheit, verursacht weniger Kosten und spart Zeit. Es ist erwiesen, dass Leute, die mit Rad zur Arbeit fahren weniger krank sind. Außerdem fördern die schönen Routen in und um die Stadt immer auch die Lebensqualität. Es ist ein anderes Gefühl, wenn man mit dem Rad durch die Stadt fährt. Es gibt regelrechte Naturerlebnisse, die man hier in Flensburg jeden Tag haben kann«, so Oeding.

Die diesjährigen Spitzenreiter waren übrigens Ulf Hofeditz von der Firma ultratroc, der insgesamt 756 Kilometer, also 42 Kilometer am Tag zurücklegte und Noah Heckel von der Eckener Schule der ganze 45 Kilometer am Tag zur Schule radelte und so in 18 Schultagen sagenhafte 810 mit seinem Rad fuhr.

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