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Timo Fleth

Horrorszenario eingetreten

Der Optimismus direkt nach dem Spiel Norwegen gegen Schweden bei Magnus Rød war verfrüht. Der norwegische Linkshänder der SG Flensburg-Handewitt hat sich einen Bruch im Fuß zugezogen und fällt mehrere Wochen aus.
Der Optimismus direkt nach dem Spiel Norwegen gegen Schweden bei Magnus Rød war verfrüht. Der norwegische Linkshänder der SG Flensburg-Handewitt hat sich einen Bruch im Fuß zugezogen und fällt mehrere Wochen aus.

Malmö. Das war gewiss eine der Nachrichten, die in der SG Flensburg-Handewitt unter keinen Umständen jemand hören wollte. Linkshänder Magnus Rød hat sich im Spiel mit Norwegen gegen die Schweden einen Bruch im Fuß zugezogen und fällt damit für mindestens drei bis vier Wochen aus.

»Ich habe mich wirklich darauf gefreut meinen Beitrag bis zu einem eventuellen Finale zu leisten. Das waren jetzt schon echt viele Dinge, die in den letzten Wochen auf mich hereingeprasselt sind. Ich bin jetzt sehr traurig«, versuchte sich Magnus Rød am Montag Nachmittag auf Krücken mit einem Lächeln.

Norwegens Mannschaftsarzt Thomas Torgalsen führte aus: »Es gibt eine Stressreaktion im Fuß von Magnus, wo er jetzt einen kleinen Bruch, einen Haarriss hat, der aber nicht durchgehend ist. Dennoch sehr schmerzhaft. Das ist das Ergebnis von zu schnell zu viel oder ungewohnter Belastung und darauf kam jetzt eine ernsthaftere Verletzung.«

Dabei war die Szene, die zum Bruch führte, keine weltbewegende und ohne jede Gegnereinwirkung. Entsprechend optimistisch war der 22-Jährige noch nach dem Spiel.

»Ich bin unglücklich aufgekommen und habe gemerkt, dass etwas mit meinem Fuß ist. Ich musste in die Kabine zur Untersuchung. Aber ich habe auch nicht gut getroffen, deshalb war es auch gut, dass Harald (Reinkind/Red.) und Eivind (Tangen/Red.) gespielt haben. Das war dann am Ende auch nur eine reine Vorsichtsmaßnahme von Christian (Berge/Nationaltrainer/Red.)«, so Rød, der zu Beginn der zweiten Halbzeit sogar nochmal kurz wieder auf das Feld durfte.

Das Bild am Montag änderte sich dann jedoch deutlich.

»Ich bin aufgewacht und hatte große Schmerzen im Fuß. Ich konnte auch nicht auf dem Bein stehen. Jetzt geht es für mich darum, die Jungs zu unterstützen auf dem Weg zur Goldmedaille. Es zählt immer zuerst die Mannschaft«, so Rød zweckoptimistisch.

Die Endrunde schien aber ohnehin unter keinem guten Stern für Magnus Rød zu stehen. Noch vor der Endrunde bei der SG Flensburg-Handewitt hatte der 22-Jährige erhebliche Hüftprobleme. Nachdem diese überwunden waren, zog sich der Linkshänder gegen Ungarn eine Blessur an der Hand zu, um nun mit einem Bruch im Fuß endgültig die Segel streichen zu müssen.

Schlüsselspieler der SG

Für SG-Trainer Maik Machulla ganz sicher ein Schlag ins Kontor. Machulla stockte bereits nach der Blessur seines »Schlüsselspielers« gegen Ungarn der Atem, wie der SG-Trainer Flensborg Avis vor dem Spiel der Norweger gegen Schweden verriet.

»Mir ist das Herz dort natürlich in die Hose gerutscht. Als die Nachricht kurz darauf kam, dass alles nur halb so schlimm war, war ich natürlich erleichtert«, so Machulla, der sich nun einer neuen Situation gegenüber sieht.

»Das ist jetzt eine Katastrophe für uns. Magnus ist ein absoluter Schlüsselspieler, der uns fehlen wird. Dennoch haben wir auch in der Vergangenheit gezeigt, dass wir solche Situationen als Mannschaft kompensieren können. Da sind wir nun alle gefragt«, blickt Machulla bereits wieder nach vorne.

Die SG Flensburg-Handewitt ist in Malmö sofort über alle Schritte unterrichtet worden, wie Magnus Rød versichert. Der Linkshänder hat ohnehin regen Kontakt zur SG gehalten, da Lars Christiansen für die Flensburger vor Ort war. Das weitere Vorgehen wird jetzt vor Ort abgestimmt, da Maik Machulla und Mark Bult derzeit in Malmö weilen (siehe gesonderten Artikel unten).

Für Magnus Rød bleibt jetzt nur die Zuschauerrolle – sowohl bei Norwegen als zunächst auch bei der SG Flensburg-Handewitt.

Für Maik Machulla hingegen fängt das Kopfzerbrechen jetzt erst an.

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