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Honig ist nicht gleich Honig

Je nach Herkunft gibt es verschiedene Honigsorten, die sich in Farbe und Geschmack unterscheiden.

 

Paulsgabe. Rapshonig, Sommerblütenhonig, Waldhonig, Tannenhonig oder Akazienhonig – in Deutschland gibt es je nach Region unterschiedliche Honigsorten, die in ihrer Zusammensetzung vollkommen unterschiedlich sind. Denn Honig ist nicht gleich Honig, weiß Jürgen Dahlke, der in Paulsgabe eine kleine Imkerei hat und Mitglied im Deutschen Imkerbund e.V. ist.

„Honig unterscheidet sich nicht nur in seiner Farbe, seinem Zustand oder seinem Geschmack, sondern auch in seiner Zusammensetzung. Es gibt den echten deutschen Honig, der ausschließlich Honig aus Deutschland enthält, und es gibt, ich sag mal den Supermarkt-Honig, der sich aus Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern zusammensetzt“, erklärt Jürgen Dahlke.

Strenge Kontrollen sorgen dafür, dass nur besonders schonend behandelter Honig das Gütezeichen „Echter Deutscher Honig“ tragen darf. Die Qualitätsrichtlinien des Deutschen Imkerbundes e.V. besagen zudem, dass der naturbelassen sein soll und einen Wassergehalt von weniger als 18 Prozent aufweisen muss.

„Die Qualität wird ständig geprüft, denn nur wenn Honig besonders schonen behandelt wird, bleiben die vielen wertvollen Inhaltsstoffe auch erhalten“, erzählt Jürgen Dahlke.

 

Auf den Inhalt kommt es an

Schon der griechische Arzt Hippokrates verordnete bei vielen Krankheiten Honig. Mehr als 180 verschiedene Inhaltsstoffe findet man im Echten Deutschen Honig, darunter Vitamine, Mineralstoffe, Kohlenhydrate, Enzyme, Aminosäuren, Säuren und Pollen sowie Aromastoffe. Letztere stimulieren das Immunsystem und wirken durch die ätherischen Öle angenehm auf die Atemwege.

Reine Geschmackssache

Die Vielfalt der Honigsorten macht das Probieren von Echtem Deutschen Honig immer wieder zu einem Erlebnis. Neben Sortenhonigen, wie dem in Schleswig-Holstein beliebten Rapshonig, gibt es zahlreiche Mischhonige, wie den Frühtrachthonig, der sich im Wesentlichen aus dem Nektar von Weiden und Obstgehölzen zusammensetzt und, ähnlich wie der Rapshonig, einen besonders milden Geschmack hat. Deutlich kräftiger in Farbe und Geschmack ist der Wald- und Honigtauhonig, der von zahlreichen Baumarten stammt und über ein malzig-würziges Aroma verfügt.

Jürgen Dahlke erntet in seiner kleinen Imkerei rund 75 Prozent Rapshonig. „Hier in Schleswig-Holstein liegt das auf der Hand. Die unzähligen Rapsfelder hier bei uns im Norden sind in ihrer Blütezeit für die Bienen sehr einladend“, so Dahlke.
Er hat aus seinem einstigen Hobby inzwischen einen Nebenerwerb gemacht und besitzt 40 Wirtschaftsvölker, die in Paulsgabe bei Jörl von Blüte zu Blüte fliegen.

                                                                                                                Von Inga Schneider

 

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