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Deutsche Presse-Agentur GmbH

Handy-Missbrauch am Steuer nimmt weiter zu

Der Handy-Missbrauch am Steuer nimmt in Schleswig-Holstein weiter zu. Bei einer Kontrollwoche der Polizei vom 16. bis 22. September war jeder siebte kontrollierte Fahrer durch das Mobiltelefon abgelenkt, wie die Landespolizei in Kiel mitteilte. Bei einer ähnlichen Kontrollwoche im März war es nur jeder Zwölfte kontrollierte Fahrer gewesen.

Diesmal wurden 624 Handy-Nutzer im Straßenverkehr erwischt. Sie müssen mit einem Bußgeld rechnen. Die Polizei kontrollierte 4400 Fahrzeuge. Dabei wurden auch 835 Gurtverstöße festgestellt. In 20 Fällen waren Kinder nicht ordnungsgemäß gesichert.

In 23 Fällen hatten Autofahrer zuviel Alkohol getrunken oder Drogen genommen. Sie müssen nun mit Bußgeld- oder Strafverfahren und einer längeren Zwangspause als Autofahrer rechnen.

Bei der Kontrollaktion im März hatten die Beamten mehr als 1200 Gurt- und mehr als 1000 Handyverstöße aufgedeckt, allerdings damals 12.300 Autos kontrolliert.

Die Polizei stellte 2018 über 18.000 Verstöße gegen die Gurtpflicht fest. Mindestens sieben von 122 Verkehrstoten waren 2018 als Fahrer oder Beifahrer nicht angegurtet.

Im Jahr 2017 erwischte die schleswig-holsteinische Polizei 12 790 Handy-Sünder am Steuer, 2018 waren es schon 16.509. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 wurden bereits 9089 Verstöße aufgedeckt. Hochgerechnet aufs ganze Jahr wären dies mehr als 18.000 festgestellte Handy-Vergehen.

Tödliche Unfälle nach Handynutzung

Allein bei sechs tödlichen Verkehrsunfällen im ersten Halbjahr 2019 geht die Polizei davon aus, dass Ablenkung durch das Bedienen eines Smartphones unfallursächlich war.

Bei diesen Unfällen wurde zum Beispiel festgestellt, dass während des Unfalls eine WhatsApp geschrieben wurde oder die aktiven Smartphones bei der Unfallaufnahme im Fahrerfußraum gefunden wurden. In einem Fall wurde das Handy im ausgelösten Fahrerairbag gefunden. Bei einem Radunfall lag das klingelnde Handy neben dem tödlich Verunglückten auf der Straße.

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