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Lennart Adam

Goldene Steine für ein schwarzes Kapitel

Drei neue Stolpersteine im Gedenken für vom Naziregime getötete Bewohner Flensburgs werden am Donnerstag in der Stadt verlegt. Unter ihnen auch zwei Widerstandskämpfer.
Drei neue Stolpersteine im Gedenken für vom Naziregime getötete Bewohner Flensburgs werden am Donnerstag in der Stadt verlegt. Unter ihnen auch zwei Widerstandskämpfer.

Die quadratischen Messingtafeln messen kaum zehn mal zehn Zentimeter und haben dennoch eine große Wirkung: seit 1992 gedenken die sogenannten Stolpersteine des Kölner Künstlers Günter Demnig bereits an Opfer des Nationalsozialismus, die während der NS-Zeit ermordet, deportiert und vertrieben wurden.

Über 70.000 Stolpersteine verlegte Demnig bereits in ganz Europa, von Nordnorwegen bis nach Südspanien.

2003 wurden die ersten Stolpersteine in Flensburg verlegt. Seitdem sind zahlreiche weitere gefolgt.

Ein Großteil von ihnen ist in der Innenstadt zwischen Holm und Norderstraße zu finden, doch auch im Stiftungsland Schäferhaus vor dem ehemaligen Gut der Familie Wolf liegen drei goldene Steine in ihrem Gedenken.

Stolpersteine, wie der von Gustav Schreiber am Holm, sind an verschiedenen Stellen in Flensburg zu finden. Sie erinnern an das Schicksal von Menschen, die während der NS-Zeit getötet, verfolgt und deportiert wurden. Archivfoto: Lars Salomonsen

Drei neue Stolpersteine

Nun werden am Donnerstag drei weitere Steine in Flensburg verlegt.

Die Weiterführung der Aktion geschieht auf Initiative der Flensburger Kreisvereinigung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA).

Der erste Stein wird um 11.30 Uhr im Junkerhohlweg 13 vor dem ehemaligen Wohnhaus des Widerstandskämpfers Emil Jessen verlegt. Er starb 1944 im moldauischen Tiraspol.

Der zweite Stolperstein, der um 12 Uhr vor der Dorotheenstraße 28 verlegt wird, wird den Namen von Marie Johanne Lembcke tragen. Sie wurde 1941 durch die sogenannte »Aktion T4« in Bernburg ermordet.

Der dritte und vorerst letzte Stolperstein gehört Oskar Reinke. Er wird um 12.30 Uhr in der Großen Straße 15 verlegt. Oskar Reinke wurde 1944 in Hamburg enthauptet.

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