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Deutsche Presse-Agentur GmbH

Garg hält weitergehende Maßnahmen wegen Coronavirus für nötig

Angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hält Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) weitergehende Einschränkungen des öffentlichen Lebens als bislang für nötig. »Ich bin ein absoluter Verfechter von drastischen Maßnahmen zur rechten Zeit«, sagte Garg am Donnerstag im Sozialausschuss des Landtags. Er halte deshalb auch mögliche Schulschließungen im nördlichsten Bundesland für ein probates Mittel.

Die in diesem Fall entstehende Herausforderung, für ausreichende Betreuung zu sorgen, dürfe dabei kein Argument gegen ein solches Vorgehen sein. Bislang plant die Landesregierung jedoch keine allgemeinen Schulschließungen.

Bis Donnerstag (13.00 Uhr) waren im Norden 31 Menschen an Covid-19 erkrankt, zwei von ihnen müssen im Krankenhaus behandelt werden. Die Behörden seien aber noch in der Lage, Infektionsketten zu unterbrechen, sagte Garg. »Wir tun das, weil wir Zeit gewinnen müssen.« Die meisten Betroffenen seien bislang Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Ein großes Problem sei weiter die »Knappheit von Schutzausrüstungen«. Allerdings habe das Land noch rechtzeitig 14 000 Schutzmasken erhalten.

Garg warnte gleichzeitig vor einem »Überbietungswettbewerb« der Länder, was Maßnahmen zur Eindämmung des Virus betrifft. In den kommenden Tagen ist nach seiner Einschätzung mit einer weiter steigenden Zahl der Infektionen zu rechnen. »Es wird auch eine Zunahme der Erkrankten geben.« Ziel müsse es aber bleiben, »italienische Verhältnisse zu vermeiden«.

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