Single Daily
af

Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mützenich: Täter konnte sich durch AfD-Vertreter ermutigt fühlen

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hält den Anschlag auf eine Synagoge in Halle/Saale «politisch gesehen» nicht für eine Einzeltat.
SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hält den Anschlag auf eine Synagoge in Halle/Saale «politisch gesehen» nicht für eine Einzeltat.

 

09.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: In dem Videostandbild steht ein Mann hinter einem Auto und schießt mit einer Waffe auf der Straße. Ein schwerbewaffneter mutmaßlicher Rechtsextremist hatte am Mittwoch versucht, in die Synagoge einzudringen und dort unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten. Der Täter soll vor der Synagoge und danach in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen haben. Außerdem soll er mindestens zwei weitere Menschen verletzt haben. Foto: ATV-Studio/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Ein Davidstern an der Kuppel der Synagoge. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Jan Woitas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
dpatopbilder - 10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Menschen trauern vor Kerzen und Blumen an der Synagoge. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden.worden. Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Ein Polizist steht vor der Neuen Synagoge. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Laschet will nach den tödlichen Schüssen in Halle am Donnerstag ein Zeichen der Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde in Deutschland setzen. An der Aktion vor der Neuen Synagoge beteiligen sich laut einer Mitteilung der Staatskanzlei vom Mittwochabend die Landesvorsitzenden von SPD, Grünen, und FDP. Foto: Caroline Seidel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Eine Frau hält eine Kerzen und Blumen vor der Synagoge. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden.worden. Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Sebastian Hartmann (SPD, l-r), Joachim Stamp (FDP), Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident Nordrhein-Westfalen, Mona Neubaur und Felix Banaszak, NRW Vorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, legen Rosen auf die Treppenstrufen vor dem Eingang zur Neuen Synagoge. Nach den tödlichen Schüssen in Halle am Donnerstag setzen die Politiker ein Zeichen der Solidarität mit den Jüdischen Gemeinden in Deutschland. Foto: Caroline Seidel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Ein Mann mit einer Israel-Flagge steht vor der Synagoge, wo Blumen und Kerzen stehen und liegen. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Jan Woitas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Die Tür der Synagoge in Halle weist Spuren von Beschuss auf. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Reiner Haseloff (CDU, l-r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Elke Büdenbender und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, besuchen den Tatort an der Synagoge. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Ein Mann mit Kippa besucht den Tatort an der Synagoge. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Jan Woitas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident Nordrhein-Westfalen spricht vor dem Eingang zur Neuen Synagoge mit Journalisten. Nach den tödlichen Schüssen in Halle am Donnerstag setzen die Politiker ein Zeichen der Solidarität mit den Jüdischen Gemeinden in Deutschland. Foto: Caroline Seidel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Felix Banaszak (l-r), Mona Neubaur, NRW Vorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident Nordrhein-Westfalen, Joachim Stamp (FDP) und Michael Szentei-Heise, Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gmeinde stehen vor dem Eingang zur Neuen Synagoge. Nach den tödlichen Schüssen in Halle am Donnerstag setzen die Politiker ein Zeichen der Solidarität mit den Jüdischen Gemeinden in Deutschland. Foto: Caroline Seidel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Karamba Diaby (SPD), Bundestagsabgeordneter, gedenkt vor der Synagoge der Opfer. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Jan Woitas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Ein Mitglied der jüdischen Gemeinde geht telefonierend über den jüdischen Friedhof. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Absperrband der Polizei hängt vor einem Dönerladen. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Markierungen der Polizei kleben um einen Einschuss in der Schaufensterscheibe eines Dönerladens in Halle. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Markierungen der Polizei kleben um einen Einschuss in der Schaufensterscheibe eines Dönerladens. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Die Tür der Synagoge in Halle weist Spuren von Beschuss auf. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
dpatopbilder - 10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Blumen und Kerzen liegen nach dem Angriff auf die Synagoge in Halle mit zwei Toten am Vortag am Geoskop auf dem Marktplatz. Ein schwerbewaffneter Täter hatte versucht, in die Synagoge einzudringen und dort unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten. Foto: Marek Majewsky/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Polizisten in einem Polizeifahrzeug stehen vor der Synagoge in Halle. Am Vortag hatte hier ein schwerbewaffneter Täter versucht, in die Synagoge einzudringen und dort unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten. (Aufnahme mit Langzeitbelichtung) Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Der Davidstern auf dem Dach der Synagoge in Halle im ersten Morgenlicht. Am Vortag hatte hier ein schwerbewaffneter Täter versucht, in die Synagoge einzudringen und dort unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Ein Polizist geht zum Eingang der Synagoge in Halle. Am Vortag hatte hier ein schwerbewaffneter Täter versucht, in die Synagoge einzudringen und dort unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Wiedersdorf: Fahrzeuge stehen vor einer Werkstatt. Dort soll sich der Täter auf seiner Flucht ein Auto besorgt haben. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Wiedersdorf: Ein Fahrzeug der Kriminaltechnik steht hinter einem Absperrband der Polizei. Dort sollen am Vortag zwei Personen angeschossen worden sein. Die Tat steht im Zusammenhang mit den Angriffen in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt, bei denen gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen wurden. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (M) und weitere Politiker treffen sich mit Vertretern der jüdischen Gemeinde an der Synagoge. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Reiner Haseloff (CDU, l-r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Elke Büdenbender und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, besuchen den Tatort an der Synagoge. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Jan Woitas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Kerzen, Blumen und ein Zettel mit der Aufschrift "Juden in Halle Wir stehen an Eurer Seite! Ihr seid nicht alleine" stehen vor der Synagoge. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden.worden. Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Menschen trauern vor Kerzen und Blumen an der Synagoge. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden.worden. Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Eine Frau kniet vor Kerzen und Blumen vor der Synagoge. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden.worden. Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Felix Banaszak (l-r), Mona Neubaur, NRW Vorsitzende Bündnis 90/, Die Grünen, Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident Nordrhein-Westfalen und Joachim Stamp (FDP) stehen vor dem Eingang zur Neuen Synagoge. Nach den tödlichen Schüssen in Halle am Donnerstag setzen die Politiker ein Zeichen der Solidarität mit den Jüdischen Gemeinden in Deutschland. Foto: Caroline Seidel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Ein Mitglied der jüdischen Gemeinde steht auf dem jüdischen Friedhof. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Max Privorozki, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Halle, gibt ein Statement vor der Synagoge. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Jan Woitas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Die Tür der Synagoge in Halle weist Spuren von Beschuss auf. Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind gestern vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.10.2019, Sachsen-Anhalt, Halle: Eine Kerze steht vor der Synagoge in Halle. Am Vortag hatte hier ein schwerbewaffneter Täter versucht, in die Synagoge einzudringen und dort unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

 

«Der Angreifer ist ein radikaler Rechtsterrorist, der sich auch wegen der Verharmlosung und Leugnung der Naziterrorherrschaft durch AfD-Vertreter ermutigt fühlen konnte», erklärte Mützenich am Donnerstag in Berlin. Das Schüren von Hass und Chauvinismus habe fatale Auswirkungen.

Brød.9.: Mützenich forderte dazu auf, eine Verharmlosung rechtsradikalen Gedankenguts nicht länger hinzunehmen und stärker als bisher zu bekämpfen. «Wir stehen fest an der Seite unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger», betonte er.
Am Mittwoch hatte ein schwerbewaffneter mutmaßlicher Rechtsextremist versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen und unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten. Sein Versuch scheiterte, woraufhin er vor der Synagoge und danach in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben soll.

Bundesanwaltschaft stellt Beweismittel nach Durchsuchung sicher

Nach den Schüssen auf eine Synagoge in Halle/Saale und dem Tod von zwei Menschen ist die Wohnung des mutmaßlichen Täters durchsucht worden. Dabei seien Beweismittel sichergestellt worden, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Donnerstagmorgen.

Von der Durchsuchung in Benndorf bei Eisleben hatte zuvor der MDR Sachsen-Anhalt berichtet. Dort soll der Mann mit seiner Mutter gelebt haben.

Der mutmaßliche Täter war zuvor offenbar nicht als Rechtsextremer aufgefallen. Geprüft werde, ob es Mittäter gegeben habe. Die Bundesanwaltschaft sieht die Tat rechtsextremistisch und antisemitisch motiviert – auch das Bekennervideo sei eindeutig antisemitisch und rechtsextremistisch.

«Er hat geplant, Menschen zu töten», so ein Ermittler. Letztlich habe er aber seinen Anschlagsplan nicht umsetzen können. Einzelheiten über den offenbar verletzten 27-jährigen Stephan B. aus Sachsen-Anhalt wurden zunächst nicht bekannt. Derzeit wird das Umfeld des Mannes ermittelt.

Die Bundesanwaltschaft sieht in dem Angriff eine staatsgefährdende Tat. Ermittelt wird unter anderem wegen Mordes und Mordversuchs. Übernommen hat die oberste Anklagebehörde das Ermittlungsverfahren wegen des «spezifischen staatsgefährdenden Charakters der Tat und der besonderen Bedeutung des Falles».

Der mutmaßliche Täter war am Mittwoch festgenommen worden. Er hatte nach Angaben aus Sicherheitskreisen gegen Mittag versucht, die Synagoge mit Waffengewalt zu stürmen. Mehr als 50 Menschen hielten sich zu dem Zeitpunkt in dem Gotteshaus auf und feierten das wichtigste jüdische Fest, Jom Kippur. Nachdem der Anschlagsversuch scheiterte, soll er vor der Synagoge und danach in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben. B. soll die Tat gefilmt und per Helmkamera live ins Internet übertragen haben, bevor er vom Tatort floh.

Jüdische Gemeinde Halle beklagt fehlenden Polizeischutz

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Halle, Max Privorozki, hat nach dem Anschlag auf die Synagoge fehlenden Polizeischutz beklagt. «Bei uns gibt es nie Polizeikontrollen», sagte er am Donnerstag in Halle. Nicht einmal bei der Chanukka-Feier, dem Jüdischen Lichterfest, mit mehreren hundert Menschen gebe es Polizei, «obwohl ich bitte, dass sie kommen.» Anders als beispielsweise in Berlin und München sei die Polizei nicht vor der Synagoge präsent.

Ein schwerbewaffneter mutmaßlicher Rechtsextremist hatte am Mittwoch versucht, in die Synagoge einzudringen und dort unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten. Nach Angaben von Privorozki vom Donnerstag waren 51 Menschen in der Synagoge. Der Täter soll vor der Synagoge und danach in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen haben. Außerdem soll er mindestens zwei weitere Menschen verletzt haben.

 

Seehofer nach Anschlag auf Synagoge in Halle erwartet

Nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle/Saale wird Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Donnerstag um 13.30 Uhr dort erwartet. An der Synagoge will er mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff, Landesinnenminister Holger Stahlknecht (beide CDU) und dem Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster zusammentreffen. Anschließend ist ein Besuch des Döner-Imbisses geplant, in dem am Mittwoch ein Mann erschossen worden war. Um 15.00 Uhr ist eine gemeinsame Pressekonferenz in der Polizeiinspektion Halle geplant.

Ein schwerbewaffneter mutmaßlicher Rechtsextremist hatte am Mittwoch versucht, in die Synagoge einzudringen und dort unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten. Sein Versuch scheiterte, woraufhin er vor der Synagoge und danach in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben soll.

kommentar
deling del

Skriv et svar