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Brittany Ferries kündigt Vertrag mit der FSG

Brittany Ferries hat den mit der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) geschlossenen Vertrag für den Bau eines Fährschiffs – Neubau Nummer 774 der Werft – gekündigt.

Der Neubau 774, »Honfleur«, steht im Eigentum der FSG. Derzeit führt FSG mit verschiedenen Parteien Gespräche über die Fertigstellung und deren Finanzierung.

»Die Kundenentscheidung können wir nicht nachvollziehen und die Kündigung kam überraschend. Die Fertigstellung der 774 wird nach den Berechnungen aller Fachleute 11 bis 12 Monate dauern. Der Kunde ist nach seinem eigenen Bekunden auf das Schiff angewiesen«, sagt Stefan Denkhaus, Generalbevollmächtigter der FSG.

»Das gesamte Management Team der FSG geht davon aus, dass die 774 nur am Standort Flensburg fertiggestellt werden kann. Die Risiken der Fertigstellung der 774 auf einer anderen Werft sind nach meinem Dafürhalten nicht kalkulierbar«, so Martin Hammer, Geschäftsführer der FSG.

Verkaufsverhandlungen laufen weiter

Die FSG hatte im April einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Flensburg gestellt. Aktuell steht die Flensburger Schiffbau Gesellschaft in Kaufverhandlungen mit der russischen Pella Sietas.

„Unabhängig von dieser Kundenentscheidung laufen die Verkaufsverhandlungen zwischen der FSG und der in Hamburg ansässigen Werft Pella Sietas weiter. Wir sind guten Mutes, dass gemeinsam ein strategisches Zukunftskonzept für die FSG erarbeitet werden wird,“ so Dr. Christoph Morgen, vorläufiger Sachwalter der FSG.

Vergangene Woche hatte die Reederei Irish Continental Group (ICG) einen Auftrag über eine Fähre FSG storniert und ihr damit eine finanzielle Last von den Schultern genommen. Der Bau des Schiffes wäre laut der FSG hoch defizitär gewesen

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