Störungen bei Zahlungs-Terminals in Deutschland dauern an

Bei der Kartenzahlung im Einzelhandel kann es seit Dienstagabend bundesweit zu Problemen kommen. Bestimmte Zahlungsterminals sind wegen eines Softwarefehlers ausgefallen. Eine Lösung war zuletzt nicht in Sicht. Der Hersteller kündigt nun ein Update an.

An der Eingangstür einer Filiale des Lebensmitteldiscounters Aldi Nord hängt ein handgeschriebener Zettel mit der Aufschrift: EC-Kartenzahlung nur an Kasse 1 möglich! Foto:
An der Eingangstür einer Filiale des Lebensmitteldiscounters Aldi Nord hängt ein handgeschriebener Zettel mit der Aufschrift: EC-Kartenzahlung nur an Kasse 1 möglich! Foto: Georg Hilgemann/dpa

Frankfurt (dpa) - Kunden im deutschen Einzelhandel sind weiterhin teilweise mit Problemen bei Zahlungen per Giro- oder Kreditkarte konfrontiert. »Die Störungen dauern an«, sagte ein Sprecher des Finanzdienstleisters Concardis. »Wir warten weiter auf Signale von Verifone.« Ähnlich äußerte sich eine Sprecherin des Zahlungsdienstleisters Payone. Bundesweit gibt es demnach seit Dienstagabend erhebliche Einschränkungen bei der Verarbeitung von Transaktionen bei Kartenzahlungsterminals des Typs H5000 des Herstellers Verifone.

Das US-Unternehmen äußerte sich erstmals im Verlauf des Donnerstags zu den Problemen und kündigte eine Lösung an. »Wir werden in Kürze ein Software-Update für unsere Kunden bereitstellen, um das Problem zu beheben, und werden unsere Kunden informieren, sobald dieses verfügbar ist«, teilte ein Sprecher von Verifone-Deutschland mit. Der Terminal-Typ H5000 wird den Angaben zufolge hauptsächlich in Deutschland eingesetzt. Man bedauere die Unannehmlichkeiten und arbeite mit höchster Priorität an der Behebung des Problems.

Ursache für die Störung ist laut Payone den ersten Erkenntnissen nach ein Zertifikatsfehler innerhalb bestimmter Versionen der von Verifone bereitgestellten Software. Der Zahlungsdienstleister erwartet nicht, dass das angekündigte Software-Update schnell umgesetzt werden kann, da - bisherigen Informationen zufolge - ein manueller Eingriff an den Terminals nötig ist. »Dieser komplexe Vorgang kann daher nicht ad hoc in der Fläche ausgeführt werden, sondern wird geraume Zeit in Anspruch nehmen«, hieß es. Man wolle die Kunden hierbei unterstützen.

Ähnlich äußerte sich auch der Concardis-Sprecher: »Wir versuchen, die betroffenen Händler so gut wie möglich zu unterstützen, indem wir beispielsweise - wo möglich - Terminals austauschen«.

In einigen Einzelhandelsgeschäften ist Kartenzahlung wegen des Fehlers derzeit keine Option. Der Discounter Aldi Nord beispielsweise hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass in einigen Filialen wie auch andernorts im Handel wegen der Störung keine Kartenzahlung möglich sei. »Unser Anbieter arbeitet nach wie vor mit Hochdruck an einer Lösung«, heißt es zum aktuellen Stand.

fr 27 maj, 17:53