Kommunen wollen bei Weihnachtsbeleuchtung sparen

Denkmäler und Geschäfte in den Städten werden derzeit oft gar nicht oder weniger beleuchtet. Energiesparen heißt es auch in den Kommunen. Doch was bedeutet das für die Adventszeit - müssen die Menschen auf festlich beleuchtete Fußgängerzonen und Weihnachtsmärkte verzichten?

In vielen Städten soll zum Beispiel die Weihnachtsbeleuchtung früher abgeschaltet werden, um Energie zu sparen. Archivfoto:
In vielen Städten soll zum Beispiel die Weihnachtsbeleuchtung früher abgeschaltet werden, um Energie zu sparen. Archivfoto: Rolf Vennenbernd, dpa


dpa

torsdag d. 22. september 2022, kl. 10:46

RESUME

Der er ikke nogle hellige køer, når der skal spares på energien i den kommende vinter. En rundspørge, som dpa har foretaget til de fem største byer i Slesvig-Holsten, viser, at der er lagt op til at spare på julebelysning, skøjtebaner og julemarkeder. Mange steder er der lagt op til, at der hurtigere bliver slukket tidligere, men for eksempel i Lübeck, som har et meget stort julemarked, er det heller ikke overvejet, om man skal droppe det i år. Det kommer ikke på tale.

Lübeck/Kiel. Ob festliche Innenstadtbeleuchtung, Eisbahnen oder Weihnachtsmärkte - angesichts der Energiekrise denken Kommunen in Schleswig-Holstein über Einsparmöglichkeiten nach. Komplett auf vorweihnachtlichen Budenzauber und Lichterglanz in den Städten wollen die fünf größten Städte im Land allerdings nicht verzichten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den fünf größten Städten im Land ergab. Allerdings wird die Beleuchtung beispielsweise vielerorts früher abgeschaltet als in den Jahren zuvor. Auch Eisbahnen und andere energieintensive Highlights stehen zur Disposition oder sind bereits gestrichen.

In Lübeck beispielsweise wurde die Beleuchtung auf den Märkten und der Innenstadt bereits auf energiesparende LED umgestellt, wie eine Sprecherin der Stadt sagte. Auch setzen Betreiber von Weihnachtsmarktständen vermehrt auf stromsparende Geräte. So werden an Glühweinständen zum Beispiel Durchlauferhitzer statt Heizkessel eingesetzt.

Betreiber und Stadt wollen nach Angaben der Stadt für dieses Jahr zudem ein Maßnahmenpaket zur weiteren Stromeinsparung entwickeln. 

»Hierzu zählen unter anderem der Verzicht auf die Beheizung von Außengastronomie im Bereich der Weihnachtsmarktflächen sowie eine Reduzierung der Weihnachtsbeleuchtung auf die Abendstunden während der Öffnungszeiten«, sagte die Sprecherin. 

Die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt wird um Mitternacht abgeschaltet. Auch die Kindereisbahn wird es dieses Jahr in der Hansestadt nicht geben. Weitere energieintensive, neue Programmpunkte, wie beispielsweise eine Weihnachtsbäckerei, werden den Angaben zufolge nicht umgesetzt.

Eine komplette Absage der Weihnachtsmärkte in Lübeck steht allerdings nicht zur Debatte. Er sei »Herzstück der Weihnachtsstadt des Nordens«, sagte die Stadtsprecherin. »Eine Absage der Märkte würde einen umfangreichen wirtschaftlichen Einschnitt nicht nur für die Betreiber:innen, sondern für die gesamte Tourismusbranche nach sich ziehen.« Die Folgen wären – insbesondere nach zwei Pandemiejahren – verheerend.

Auch in Kiel sollen weder Weihnachtsmarkt noch Weihnachtsbeleuchtung ausfallen. »Ein wärmendes Signal in der dunklen Jahreszeit zu senden erscheint uns wichtig«, sagte eine Sprecherin der Landeshauptstadt. Allerdings haben sich weniger Händler und Händlerinnen angemeldet, entsprechend kleiner werden die Weihnachtsmärkte den Angaben zufolge ausfallen. »Die gestiegenen Energiepreise und die höheren Lohnkosten werden auch dazu führen, dass es auf den Weihnachtsmärkten teurer wird als im vergangenen Jahr.« Zudem wird es die Eisfläche zum Schlittschuhlaufen in diesem Jahr nicht geben. Ein energiesparsames Ersatz-Event ist aber in Planung. Die Beleuchtungselemente auf den Kieler Weihnachtsmärkten und in den Fußgängerzonen werden nicht wesentlich reduziert. »Allerdings werden die Lichterketten und Sterne bereits um 22 Uhr abgeschaltet.« Alle Beleuchtungselemente wurden inzwischen zudem auf stromsparende LED-Elemente umgestellt.

In Flensburg ist das Thema Weihnachtsmarkt und wie dort Energie gespart werden kann, Thema einer Arbeitsgruppe, wie ein Stadtsprecher sagte. Eines wird aber schon jetzt deutlich: »Wir können uns nicht vorstellen, dass es keinen Weihnachtsmarkt gibt.« Und auch, dass komplett auf die weihnachtliche Beleuchtung verzichtet wird, ist eher unwahrscheinlich. Die Vorweihnachtszeit sei eine sehr wichtige Zeit für die Händler in der Innenstadt. Eine entsprechende stimmungsvolle Beleuchtung für die auch bei dänischen Touristen beliebte Fördestadt gehört da dazu. Eine Eisbahn wird es aber auch in Flensburg in diesem Jahr nicht geben.

Die Stadt Neumünster hat nach Angaben eines Sprechers die Eisbahn zum Weihnachtsmarkt ebenfalls abgesagt. Zudem wird die Straßenbeleuchtung 15 Minuten später eingeschaltet und 15 Minuten früher ausgeschaltet. Auch auf dem Weihnachtsmarkt soll die Beleuchtung später eingeschaltet werden und es sollen weniger Leuchtkörper verwendet werden. Bei der Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt selbst wird die Zahl der Lampen ebenfalls deutlich reduziert.

Die Stadt Norderstedt bei Hamburg wird ebenfalls weihnachtlich beleuchtet werden. »Fest steht aber, dass aus Energiespargründen die städtische Weihnachtsbeleuchtung in diesem Jahr jeweils abends um 23 Uhr abgeschaltet wird«, sagte ein Stadtsprecher. Einen »rein« städtischen Weihnachtsmarkt gibt es in Norderstedt den Angaben zufolge nicht, wohl aber gab es in der Vergangenheit unter anderem einen privat organisierten Advents- und Kunsthandwerkermarkt in der Rathauspassage und vor dem Rathaus. Darüber, in welchem Umfang dieser Markt stattfindet, wird gerade auch mit Blick auf die Entwicklung der Corona-Pandemie gesprochen.