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Reportage

Mit Video: Aufräumen auf dem explosiven Schrottplatz am Meeresgrund

Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern und Forschern hat viele Geheimnisse der Munitions-Vorkommen aus Weltkriegsbeständen auf dem Meeresgrund der Ostsee bereits gelüftet und fordert die Politik eindringlich zum Handeln auf.

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Volker Metzger
vm@fla.de

FAKTA

Fakten

Munitions-Schrottplatz Ostsee

Die Verklappung von Munition ist ein weltweites Phänomen.

1,3 Millionen Tonnen Munition liegen in der gesamten Ostsee.

300.000 Tonnen davon allein in der deutschen Ostsee.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden vier Gebiete als Verklappungs-Bereiche ausgewählt.

In der Flensburger Förde, der Kolberger Heide vor Kiel und in zwei Gebieten in der Lübecker Bucht wurden Seeminen, Torpedos und Fliegerbomben und viele andere Munitionsarten unter Leitung der Siegermächte verklappt.

Bis Anfang der 1970er Jahre fanden Unterwasser-Sprengungen zur Beseitigung statt.

Aktuell werden nur noch bei Bauprojekten auf See - z.B. Offshore-Windparks, Plattformen oder auch Fehmarn-Belt-Querungen - gezielt die entsprechenden Gebiete geräumt.

In der Kolberger Heide werden die Munitions-Altlasten auf rund 30.000 t geschätzt.

Da auch einfache Schiffer für die Verklappung von den Siegermächten engagiert und nach Fahrten bezahlt wurden, lassen sich auch auf dem Weg in die Verklappungsgebiete immer wieder einmal Munitions-Rückstände finden.

Grundsätzlich ist Munitions-Entsorgung in Nord- und Ostsee Ländersache, in diesem Fall sind Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern betroffen, lehnten aber die Gesamtaufgabe ab.

Nun hat die neue Bundesregierung das Zepter übernommen und will mit einem Budget von 100 Millionen Euro den ersten Schritt der Räumung der Munitions-Altlasten anstoßen.

Experten sprechen von einer Aufgabe, die sich über einen Zeitraum von mehreren Generationen hinziehen wird.


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