300 Filme wurden in Schleswig-Holstein gedreht

Ausstellungsführungen im Schleswig-Holsteinischen Landesarchiv.

Der Stummfilm »Nosferatu« wurde in Lübeck aufenommen Foto:
Der Stummfilm »Nosferatu« wurde in Lübeck aufenommen Foto: Archiv



onsdag d. 13. april 2022 kl. 19:01

Ausstellung

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Schleswig. Das Landesarchiv Schleswig-Holstein lädt im Rahmen der Ausstellung »Urlaubsort - Tatort - Drehort! 100 Jahre Filmset Schleswig-Holstein« zu einer Ausstellungsführung für Freitag, 22. April, 1 Uhr, in das Schleswiger Prinzenpalais ein.

Mit Fotografien, Plakaten und vielen bewegten Bildern präsentiert das Landesarchiv zurzeit einen Überblick über hundert Jahre Filmgeschichte und stellt zugleich die Arbeit des Landesfilmarchivs vor. Am Freitag, 1. April, findet um 16 Uhr eine kostenlose Führung durch die Ausstellung.

Auf dem Ausstellungsrundgang vermittelt Kuratorin Julia Liedtke einen Eindruck von den verschiedenen Genres und der Vielfalt der Drehorte zwischen Nord- und Ostsee.

Der Grusel-Stummfilm »Nosferatu« war 1921 der erste Spielfilm, der in Schleswig-Holstein gedreht wurde. Seitdem sind knapp dreihundert Produktionen für Kino und Fernsehen ganz oder teilweise hier entstanden, darunter bekannte Serien wie »Der Landarzt« und »Neues aus Büttenwarder«, die Heimatfilme der »Immenhof«-Reihe und Filme für ein jüngeres Publikum wie »Fünf Freunde« oder »Bibi & Tina«.

In einem zweiten Teil zeigt die Ausstellung die Arbeit des Landesfilmarchivs. Von ihm werden seit 35 Jahren nicht die großen Kino-Produktionen verwahrt, sondern weniger bekannte Filme und Szenen mit Landesbezug. Das können beispielsweise Amateurfilme, Werbefilme oder Propagandafilme aus der NS-Zeit sein.

Von ihnen existieren meist nur wenige Exemplare, weshalb sie am stärksten von Verlust bedroht sind. Im Landesfilmarchiv wird das Material technisch aufbereitet und nach Klärung der Urheberrechte für die künftige Nutzung zur Verfügung gestellt.

Weitere Führungen

Die Ausstellung ist bis zum 1. Juli montags bis freitags von 8.30 bis 17 Uhr im Prinzenpalais zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Eine weitere öffentliche Führung findet am 17. Juni statt. Für Gruppen und Schulklassen können separate Führungen gebucht werden.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich.