Von Dänemark bis Sizilien

Das Kehrwieder-Festival am vergangenen Wochenende in Kappeln: Schulkonzerte, Live-Musik und Bands aus drei Ländern.

Det danske band Mads Hansens Kapel på scenen i Kappel. Bandet vil af mange lokale folkmusik-fans være kendt fra FolkBaltica-festivalerne i Sydslesvig og Sønderjylland. Foto:
Det danske band Mads Hansens Kapel på scenen i Kappel. Bandet vil af mange lokale folkmusik-fans være kendt fra FolkBaltica-festivalerne i Sydslesvig og Sønderjylland. Foto: Folkbühne Angeln

RESUME

Folkmusikfestivalen »Kehrwieder« fandt i weekenden sted for første gang. Til Kappel kom bands fra tre lande: Italien, Danmark og Tyskland, og da de den første aften mødtes på Ellenberger Begegnungszentrum, spillede de sammen uden at have mødt hinanden først.

- Der er kun to ord at forklare sådan en aften med: Musik forbinder, sagde Helga Haubold fra den arrangerende forening, Folkbühne Angeln.

Kappeln. »Kehrwieder-Folkfestival« war der Titel des am 24. und 25. Juni stattgefundenen Kulturereignisses des jungen Veranstaltervereins Folkbühne Angeln e.V. in Kappeln.

Schon am Vorabend des Festivals am Donnerstagabend, als sich das Festival-Team mit allen eingeladenen Musikern zu einem Begrüßungsessen im Ellenberger Begegnungszentrum BeZ traf, wurden die Instrumente ausgepackt und gespielt. Allen voran stimmte die sizilianische Gruppe »Le Matrioske« an und die dänischen und schleswig-holsteinischen Musikanten spielten temperamentvoll und überwältigend mit, ohne je miteinander geprobt zu haben.

Helga Haubold von der Folkbühne Angeln brachte es auf den Punkt, als sie nach dem Abend, der dann zu späterer Stunde in der Gaststätte Palette weiterführt wurde, begeistert sagte: »Für den Abend gibt es für mich nur zwei Worte: Musik verbindet«.

Südländische Sonne

Dieses musikalische Miteinander zeigte sich dann auch am Freitagabend, nach dem Eröffnungskonzert im Torhaus auf Gut Frauenhof, als das tanzende Publikum sich von allen drei Gruppen Zugaben erklatschte. 

Auf dem Open-Air-Konzert am Samstag auf dem Platz Kehrwieder spielten alle auftretenden Gruppe dann nochmals um das Publikum mitzureißen.

Den packenden Anfang gestaltete die »Policia do Samba« mit brasilianische Rhythmen und Trommelklängen, passend zu der fast südländischen Sonne und den doch für Kappeln eher hohen Temperaturen.

Der Wetterlage entsprechend etwas inniger und ruhiger, doch nicht minder überzeugend brachten die drei Musikanten von »Morgens-Mittags-Abends« ihre witzigen »Lieblingsstücke« dar, die mit interessanten Beobachtungen, Geschichte und wie im Song »Der Schweinezaun« auch mit so mancher augenzwinkernden Kritik an gesellschaftspolitischen Verhältnissen gespickt waren.

Viel Schwung

Als Überraschungskünstler aus der Region traten dann das »Wasabi-Trio« um den Hasselberger Singer/Songwriter Andres Kohla und der Wittkieler Künstler Boye Strothmann auf. Das Wasabi-Trio bot dreistimmige und mit Gitarrenarrangements begleitete Songs aus mehreren Epochen englischsprachlicher Folk-, Pop- und Bluesmusik.

Danach verzauberten die Sizilianerinnen und Sizilianer den Kappelner Kehrwieder in eine südländischen Piazza.

»So viel Schwung und so viel musikalische Lebensfreude hat man in Kappeln vermutlich selten erlebt, wie sie die Band »Le Matrioske« auf die Bühne brachte«, so Manfred Kerl, Vorsitzender der Folkbühne Angeln e.V.

Ziemlich sofort nach den ersten italienischen Tönen hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen. Trotz Hitze wurde auch nach Anleitung durch die charismatische Tambourinspielerin Simona Ferringo auf dem Kehrwieder getanzt.

Mühelos knüpfte die dänische Band »Mads Hansens Kapel« an diese Stimmung an. Sie vollführten in ihrem Programm einen Bogen von ausgelassener und temperamentvoller traditioneller Musik bis hin zu hochfein und kreativ komponierten eigenen Stücken. 

Der schnelle festivalübliche Wechsel von Gruppe zu Gruppe erforderte immer wieder Umbaupausen. In diesen Pausen wurde von einigen, eigens als Besucher zum Festival nach Kappeln gekommene Musikern und Musikgruppen in der Kappelner Fußgängerzone Straßenmusik gemacht. 

FAKTA

Das Festival

Ursprünglich sei das Kehrwieder Festival noch vom Folkclub Ostangeln geplant worden, aber die Größenordnung habe für interne Diskussionen gesorgt. So gründeten die Veranstalter einen neuen Verein, damit es stattfinden konnte.

Das Festival werde keine Gewinne erwirtschaften. Sämtliche Organisationsarbeit erfolgte ehrenamtlich.

ti 5 jul, 14:07
hcd