Rüdiger Wolff schenkt seine Kunstsammlung Flensburg

»Es ist mir wichtig, dass meine Kunstsammlung öffentlich zugänglich wird«, so der todkranke Schauspieler, Sänger und Moderator. Er spendet 236 Kunstwerke an seine Heimatstadt.

Foto aus der Wohnung Wolff in Hamburg.
Foto aus der Wohnung Wolff in Hamburg. Privatfoto



torsdag d. 8. september 2022, kl. 12:38

RESÜMEE

Skuespilleren, sangeren og den tidligere tv-stjerne Rüdiger Wolff skænker Flensborg Kommune sin store kunstsamling, der omfatter værker af renommerede kunstnere som Erich Heckel, Max Pechstein, Emil Nolde og Ernst-Ludwig Kirchner, alle kendt fra kunstnersammenslutningen Die Brücke.

Rüdiger Wolff bor i Hamborg, men stammer fra Flensborg, hvor han havde sin første teaterrolle og sine første optrædener som sanger. Han lider af en uhelbredelig sygdom.

Flensburg. Der Schauspieler, Sänger und langjährige NDR-Fernsehmoderator Rüdiger Wolff schenkt seine umfangreiche Sammlung seiner Heimatstadt Flensburg. Insgesamt 236 hochkarätige Kunstwerke, zumeist Original- und Druckgrafiken, gehören bald zur Sammlung des Museumsbergs Flensburg.

In Flensburg bin ich aufgewachsen, hier hatte ich meine erste Bühnenrolle, meinen ersten Auftritt als Sänger. Nach meinem Tod sollen meine Bilder den Bürgerinnen und Bürgern von Flensburg gehören.

Rüdiger Wolff

»Es ist mir wichtig, dass meine Sammlung, mein Lebenswerk, öffentlich zugänglich wird. Ich habe über 30 Jahre lang gesammelt und lebe mit diesen Bildern«, so Rüdiger Wolff.

»In Flensburg bin ich aufgewachsen, hier hatte ich meine erste Bühnenrolle, meinen ersten Auftritt als Sänger. Nach meinem Tod sollen meine Bilder den Bürgerinnen und Bürgern von Flensburg gehören und ihnen so viel Freude bereiten wie mir.«

Simone Lange, Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg, freut sich:

»Gerne habe ich dieses großzügige Geschenk im Namen der Flensburgerinnen und Flensburger angenommen. Unsere städtischen Museen gewinnen dadurch noch weiter an Attraktivität. Herrn Wolff möchte ich meinen herzlichen Dank aussprechen für sein bürgerschaftliches Engagement.«

Große Kennerschaft

Dr. Michael Fuhr, Direktor der Städtischen Museen, betont die Qualität der geschenkten Kunstwerke.

»Die Grafiken, die Rüdiger Wolff in Jahrzehnten zusammengetragen hat, zeugen von großer Kennerschaft. Vor allem die Werke der Brücke-Künstler wie Erich Heckel, Max Pechstein, Emil Nolde oder Ernst-Ludwig Kirchner ergänzen unsere Expressionisten-Sammlung perfekt. Ein besonderer Schatz sind die Radierungen von Max Beckmann, der in unserer Sammlung bisher kaum vertreten ist, aber auch Arbeiten von anderen großen Künstlern der Klassischen Moderne wie Oskar Kokoschka, Otto Müller oder Lovis Corinth.«

Horst Janssen, Willi Sitte, Dieter Roth, Alfred Hrdlicka und HAP Grieshaber sind nur einige weitere Namen von Künstlern der Nachkriegszeit, die in der Sammlung Wolff mit wichtigen Werken vertreten sind. Die Bilder sind bereits sehr aufwendig gerahmt und ausstellungsbereit.

Solange der Schauspieler lebt, bleiben die Bilder in seiner Hamburger Wohnung. Künftig wird es dann eine große Sonderausstellung der gesamten Sammlung auf dem Museumsberg geben. Dauerhaft wird ein Teil der Sammlung im Museumscafé, das dann den Namen des Künstlers tragen wird, ausgestellt. Auch seine Musik wird dann dort zu hören sein. 

Seit etwa neun Jahren leidet »Schaubuden«-Legende Wolff an einer unheilbaren Krankheit.