Die Ausgrenzung der Sinti und Roma

Die Sonderausstellung »Der lange Weg« wird in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund gezeigt.

Eine von Jugendlichen errichtete Skulptur in Ladelund. Foto:
Eine von Jugendlichen errichtete Skulptur in Ladelund. Foto: Hans Christian Davidsen

Hans Christian Davidsen

hcd@fla.de

søndag d. 17. juli 2022 kl. 11:26

Ladelund. Die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund zeigt auch in diesem Sommer eine Sonderausstellung.

Vom 26. Juli bis zum 4. September wird die Ausstellung zu den normalen Öffnungszeiten (Dienstag-Freitag 10-16 Uhr, Samstag und Sonntag 14-16 Uhr) in der KZ-Gedenkstätte zu sehen sein. 

Die diesjährige Sonderausstellung steht unter dem Titel »Der lange Weg. Aus Vergangenheit lernen - Zukunft gestalten« und thematisiert die lange Geschichte der Ausgrenzung der Volksgruppe der Sinti und Roma.

Seit letztem Herbst wird die vom Landesverband Deutscher Sinti und Roma konzipierte Ausstellung in ganz Schleswig-Holstein gezeigt. 

Auf 21 Schautafeln wird die Geschichte der Verfolgung, Diskriminierung und Entmenschlichung der Sinti und Roma seit dem Mittelalter gezeigt.

Biografien, die davon ein beredtes Beispiel geben, stehen im Zentrum der Ausstellung. Ein besonderes Gewicht besitzen die historischen Bilder, die deutlich zeigen, wie Sinti und Roma in das gesellschaftliche Leben und im lokalen Geschehen eingebunden waren. 

Der Verband der Sinti und Roma setzt mit der Wanderausstellung im Rahmen der Aufklärung und im Kampf gegen Antiziganismus ein Zeichen zur Information, Austausch, Präsenz und Begegnung.

Die Ausstellung wird am 26. Juli 2022 um 1 mit einem Vortrag von Matthäus Weiß, dem Vorsitzenden des Landesverbandes der Sinti und Roma, eröffnet.

Dörte Christiansen von der Gedenkstätte bittet um eine Anmeldung unter info@kz-gedenkstaette-ladelund.de oder der Telefonnummer 04666-449.