Solidaritätsdemo nach Bombendrohung gegen Jüdische Gemeinde

Verschiedene Flensburger Organisationen wollen ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen. Sie rufen für Samstag zu einer Demonstration auf.

Nach der Bombendrohung durchsuchte die Polizei die Räume der jüdischen Gemeinde in der Friesischen Straße. Archivfoto:
Nach der Bombendrohung durchsuchte die Polizei die Räume der jüdischen Gemeinde in der Friesischen Straße. Archivfoto: Heiko Thomsen

Florian Heintz

fh@fla.de

torsdag d. 17. november 2022 kl. 11:31

Flensburg. Nach der Bombendrohung gegen die Jüdische Gemeinde rufen mehrere Flensburger Organisationen für Samstag, 19. November, zu einer Solidaritätsdemonstration auf. Der Umzug startet um 12 Uhr am Deserteursdenkmal in der Roten Straße.

Solidarisch mit Bedrohten

»Wir verurteilen die infame Drohung auf das Schärfste. Wir stehen solidarisch an der Seite der Bedrohten. Und das zeigen wir gemeinsam«, heißt es in einer Mitteilung des Flensburger Stadtpastors.

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Den Aufruf zur Demo unter dem Motto »Solidarität mit der jüdischen Gemeinde – Flensburg gegen Judenhass« unterstützen das autonome Wohn- und Kulturprojekt Hafermarkt, Criticalmass Flensburg, die ganze Bäckerei, die Flüchtlingshilfe, das Jugendzentrum AAK, Roter Stern Flensburg, Sportpiraten Flensburg, das Stadtpfarramt, das Volksbad und »Wir sagen Moin«.

Die Bombendrohung gegen die Jüdische Gemeinde war am vergangenen Donnerstag bei der Polizei eingegangen, in zeitlicher Nähe zu den Gedenkfeiern anlässlich des 84. Jahrestages der Reichspogromnacht. Verdächtige Gegenstände fanden die Beamten in den Räumen nicht.