SG-Duell um den Gruppensieg: Johannes Golla trifft auf Magnus Rød und Gøran Søgard

Deutschland um Johannes Golla steht vorzeitig im WM-Viertelfinale. Jetzt geht es gegen die Norweger um Magnus Rød und Gøran Søgard.

Johannes Golla (r.) trifft mit Deutschland auf Gøran Søgard (l.) sowie Magnus Rød mit Norwegen.
Johannes Golla (r.) trifft mit Deutschland auf Gøran Søgard (l.) sowie Magnus Rød mit Norwegen. Foto: dpa

dpa/Ruwen Möller

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søndag d. 22. januar 2023, kl. 17:33

Kattowitz. Die SG Flensburg-Handewitt-Spieler Johannes Golla und Magnus Rød sowie Gøran Søgard sind sich bei der WM in Polen bislang nur im gemeinsamen Teamhotel Novotel Centrum in Kattowitz über den Weg gelaufen. Die Frühstücksräume von Deutschland und Norwegen liegen nebeneinander und Rød sagte: »Wir haben uns schon gesehen und ein bisschen gesprochen, aber nicht viel. Und jetzt sowieso nicht, jetzt ist Handball und jetzt konzentriere ich mich auf Norwegen.«

Am Montag (20.30/live ARD) kommt es zum Abschluss der Hauptrunde zum direkten Duell zwischen dem DHB-Team und den Nordmännern. Nach den Ergebnissen vom Sonnabend - Norwegen gewann mit 30:17 gegen Katar und Deutschland besiegte die Niederlande mit 33:26 - sind beide Kontrahenten bereits sicher im Viertelfinale. Es geht nur noch darum, wer als Gruppenerster und wer als -zweiter weiterkommt. Einen Vorteil hat scheinbar weder das eine noch das andere, denn der Gegner im Viertelfinale ist entweder Frankreich oder Spanien statt. 

»Wir sind sehr glücklich, dass wir im Viertelfinale stehen. Das war ein Riesenziel der Mannschaft und ist ein Meilenstein. Nun muss man sehen, was noch möglich ist. Gegen Spanien haben wir bei den letzten Turnieren immer ganz gut gespielt, aber nie den Bock umgestoßen. Und Frankreich ist wahrscheinlich die individuell beste Mannschaft. Wir können an einem guten Tag jeden schlagen, aber wir müssen schauen, dass wir die Euphorie behalten und weiter unsere Leistung bringen«, so Johannes Golla. Der DHB-Kapitän, der gegen die Niederlande vier Tore beisteuerte meinte weiter: »Erst einmal wartet mit Norwegen aber eine Riesenherausforderung auf uns. Wenn wir allerdings so auftreten, wie in den letzten beiden Spielen müssen wir uns nicht verstecken.«

Vor rund 5000 Zuschauern im polnischen Kattowitz war der erneut starke Spielmacher Juri Knorr mit neun Treffern bester Werfer der weiter ungeschlagenen deutschen Mannschaft. »Für mich war klar, dass ich heute alles reinhauen möchte, Spaß haben möchte auf der Platte«, erklärte der gebürtige Flensburger Knorr. Auch Torhüter Wolff lieferte wie schon so oft bei diesem Turnier eine mehr als überzeugende Vorstellung ab und freute sich wieder über eine »kämpferische Topleistung«. 

Von Anfang an entwickelte sich eine extrem temporeiche und enge Begegnung. Eine Zwei-Tore-Führung war zunächst das Höchste, was die DHB-Auswahl sich herausspielen konnte. Denn die Niederländer um die Ex-Flensburger Dani Baijens und Niels Versteijnen sowie den zukünftigen Flensburger Kay Smits kamen immer wieder zurück. Erst im zweiten Durchgang zog Deutschland davon. 

Angetrieben von ihrem Spielmacher Luc Steins rollte das Oranje-Team zunächst immer wieder mit einem irren Tempo auf die deutsche Defensive zu. Die DHB-Auswahl benötigte ein paar Minuten, um sich darauf einzustellen. Erst als der erneut starke Wolff in der 11. Minute einen Siebenmeter parierte, ging die deutsche Mannschaft kurz darauf erstmals in Führung. Und geriet danach nicht mehr in Rückstand. 

Wieder einmal war es der Jüngste im Team, der das Spiel der DHB-Auswahl prägte. Den 22-jährigen Knorr bekamen die Niederländer zu keinem Zeitpunkt in den Griff. Ähnlich wie Steins führte auch der Profi der Rhein-Neckar Löwen die Angriffe seiner Mannschaft mit hohem Tempo an. Knorr war an fast jeder gefährlichen Aktion der DHB-Auswahl beteiligt.