Der »Lieblingsspieler« hört auf und damit »endet eine Ära«

Roger Federer schlägt in diesen Tagen beim Laver Cup ein letztes Mal auf. Wir haben mit zwei lokalen Tennistrainern gesprochen, was sie zum Karriereende des Schweizers sagen.

Roger Federer ist der »Lieblingsspieler« von Volkert Schau.
Roger Federer ist der »Lieblingsspieler« von Volkert Schau. Foto: Sebastian Iwersen

TimoFleth/Ruwen Möller

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fredag d. 23. september 2022, kl. 11:29

Flensburg. Wie so viele findet es Peter Svorad »schade«, dass Roger Federer seine Karriere beendet. Da der Schweizer inzwischen 41 Jahre alt ist, findet Svorad das aber »in Ordnung« und kann sich in diesen Tagen trotzdem freuen. Denn der Trainer vom Harrislee Tennisclub, der 1996 und 1997 selber einige Spiele auf der ATP-Tour absolvierte, reist von Donnerstag bis Sonntag nach London und wird das Karriereende von Federer live mitverfolgen. »Ich habe Karten«, so Svorad voller Vorfreude auf den Laver Cup, bei dem Federer noch einmal aufschlagen wird. 

Persönlich habe Svorad Federer nie getroffen, aber er hat einst den jungen Federer bei den French Open spielen sehen. »Das ist 20 Jahre her«, so Svorad, der dennoch eine kleine Verbindung zur Tennis-Legende verspürt. Genau wie Svorad stammt Federers Frau, Mirka, gebürtig aus der Slowakei.

Mit dem Karriereende für Federer geht es Svorad ebenfalls wie so vielen Tennis-Fans. Er findet: »Es endet eine Ära.«

»Mein Lieblingsspieler!«, sagt Volkert Schau wehmütig, angesprochen auf das Karriereende von Roger Federer. Der sympathische Tennistrainer, der 40 Jahre beim TC Mürwik war und nun auch beim  TC Glücksburg Alt und Jung den Sport näher bringt, verbindet tolle Erinnerungen mit dem Schweizer. Für ein persönliches Gespräch hat es zwar nie gereicht, aber eindrucksvolle Spuren hat der 20-fache Grand-Slam-Sieger beim Flensburger Tennistrainer hinterlassen.

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»Ich habe Roger Federer gegen Rafael Nadal dreimal im Finale beim Turnier in Hamburg gesehen. Meine absoluten Highlights. Federer hat immer für große Momente gesorgt, auf und neben dem Platz. Eine echte Persönlichkeit«, so Schau, der besonders von der Ausgeglichenheit Federers, unabhängig vom Spielverlauf, begeistert war: »Ein kompletter Spieler, der auch menschlich immer ein Vorbild war und sich nicht hat aus der Ruhe bringen lassen.«

Eine Eigenschaft, die Volkert Schau, genauso wie das soziale Engagement, vom Schweizer übernommen hat: »Da ist er auch für mich Vorbild gewesen.«

»Der Tennisszene wird etwas fehlen, wenn er nicht mehr dabei ist. Vielleicht schneiden sich aber noch einige eine Scheibe von seinem Auftreten ab«, hofft der passionierte Tennistrainer auf neue Vorbilder für die heranwachsenden Tennissprösslinge.