Ein vielsprachiges Tennistalent

Flensburg. Die besten Geschichten bieten nicht immer nur die absoluten Top-Athleten. Ein gutes Beispiel dafür ist Tennistalent Anahita Lillian Jaffari. Die 12-Jährige hat nicht nur die Gruppenspiele ihrer Altersklasse U12 gewonnen und ist beim 22. Sparda-Bank-Cup bis ins Halbfinale vorgestoßen, sie ist auch sprachlich schwer begabt. 

Anahita Lillian Jaffari ist sprachlich und in Sachen Tennis schwer begabt.
Anahita Lillian Jaffari ist sprachlich und in Sachen Tennis schwer begabt. Foto: Sven Geißler

Harald Jacobsen

sport@fla.de

onsdag d. 13. juli 2022, kl. 16:33

In der deutsch-dänischen Grenzregion wäre es kaum außergewöhnlich, wenn sie zweisprachig aufwachsen würde, doch spricht Anahita Lillian Jaffari bereits vier Sprachen - und zwar fließend. Von ihrem afghanischen Vater lernte sie Farsi, deutsch kommt von Seiten ihrer aus der Nähe von Meppen stammenden Mutter, Umgangssprache für sie, auch in ihrem Tennis-Verein Fruens Bøge, dem Jugendverein von Dänemarks einstigem Tennisstar Caroline Wozniacki, ist dänisch. Und da sie in Dänemark in Odense die International School (OIS) besucht, ist die Schulsprache englisch. 

Es ist jedoch weder ihr Ziel, mit ihrem sportlichen Talent Tennis-Profi zu werden, noch ihre Sprachbegabung als Dolmetscherin einzusetzen. In Sachen Berufsperspektive hat sie andere Pläne und meinte am Rande des Turniers im Volkspark: »Ich möchte gerne Biologie studieren«.