Klare Verhältnisse im Oberliga-Derby

Das Oberliga-Derby zwischen der HSG Tarp_Wanderup und dem TSV Sieverstedt bot nur kurz Spannung, ehe der TSV die Spielkontrolle übernahm.

Oft war die starke Deckung des TSV Sieverstedt Endstation für die HSG-Angreifer.
Oft war die starke Deckung des TSV Sieverstedt Endstation für die HSG-Angreifer. Foto: Lars Salomonsen

Kai Teichmann

sport@fla.de

søndag d. 11. september 2022, kl. 13:24

Tarp. Vieles von dem, was ein Derby ausmacht, hatte das Oberliga-Spiel zwischen der HSG Tarp-Wanderup und dem TSV Sieverstedt am Freitagabend in den Treenehallen zu bieten: Eine stattliche Kulisse, gute Stimmung, engagierte Mannschaften und viele umstrittene Entscheidungen der Schiedsrichter. Was es nicht gab, war Spannung. Denn die Gastgeber unterlagen dem Nachbarverein nach einem ziemlich einseitigen Spielverlauf mit 19:27 (11:16). 

»Der Sieg von Sieverstedt ist auch in dieser Höhe verdient«, zeigte sich HSG-Trainer Jan Weide als fairer Verlierer. Das neu formatierte »Wolfsrudel« lag schnell mit 0:3 (5.) hinten. 

»Wir wollten von Beginn an das Tempospiel der Tarper stoppen und das ist uns gelungen«, freute sich TSV-Coach Dirk Hasenpusch, der auch seine »bombastische« Abwehr lobte. Und dann war da sein überragender Torhüter Tim Wendt, der reihenweise beste Wurfchancen der HSG vereitelte. 

Da der TSV-Angriff aber auch nicht fehlerfrei agierte, blieben die Gastgeber in Schlagdistanz, Janek Kalbus verkürzte per Siebenmeter-Nachwurf zum 9:10 (23.). Doch die Gäste konnten sich durch einen 4:0-Lauf auf 9:14 (27.) absetzen, mit dieser Tordifferenz ging es beim 11:16 auch in die Pause. Im torarmen zweiten Durchgang fiel die Entscheidung, als Sieverstedt von 15:19 (44.) auf 15:22 (50.) erhöhte, danach trudelte das Spiel aus. 

Jan Weide monierte, dass seine Spieler »im Angriff nicht dahin gehen, wo es auch mal weh tun kann¡, während sich Dirk Hasenpusch nach dem zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel über den gelungenen Saisonstart des Aufsteigers freute. 


Tarp-Wanderup: König, Martensen – Schramm, Heckel 4, Kalbus 5/1, Schmidt 4, Detzkeit 1, Scholz, Schroedter 1, Marquardt 2, Walther 1, Schiffmann 1, Erichsen, Knabe
Sieverstedt: Wendt, Kühl – Jordans 3, Schween 3, Thomsen 3, Jessen 1, Dahlhoff 6, Heß 3, T. Busch 1, Andresen 1/1, Kristof 4/3, Holthusen 2, Asmussen, Jürgensen, Wagner, J. Busch
Schiedsrichter: Marius Timm/Kay Reimann
Zuschauer: 330
Siebenmeter: 3/1 : 5/4
Zeitstrafen: 4 : 3