MIT VIDEO: Überglückliche neue Deutsche Meister

Maja Betz und Simon Huckestein sind die neuen Deutschen Meister auf der Langdistanz und Sieger des OstseeMan 2022. Victoria Best erkämpfte sich Platz drei.

Der neue Deutsche Meister und OstseeMan-Sieger Simon Huckestein hat alle Körner auf der Strecke gelassen.
Der neue Deutsche Meister und OstseeMan-Sieger Simon Huckestein hat alle Körner auf der Strecke gelassen. Foto: Martin Ziemer

Timo Fleth

tif@fla.de

søndag d. 7. august 2022 kl. 18:03

Glücksburg. Nachdem er die Ziellinie auf der Promenade in Glücksburg überquert hatte, musste sich Simon Huckestein erstmal hinlegen. Die letzten Körner hatte der neue Deutsche Meister und Sieger des OstseeMan Triathlons 2022 auf der Langdistanz auf der Laufstrecke gelassen. Am Ende stand bei seinem ersten Start auf der Langdistanz überhaupt eine Zeit von 8:25:29 Stunden.

»Das war der schönste Tag meines Lebens. Am Ende hat es gereicht und darüber bin ich echt froh«, lies sich Huckestein kurz nach dem Rennen und noch außer Atem entlocken.

Fabian Günther folgte drei Minuten später und Timo Schaffeld brauchte nochmal rund anderthalb Minuten länger.

Bei den Frauen konnte sich am Ende Maja Betz mit einer starken Laufleistung in 9:32:25 vor Simona Krivankova und Lokalmatadorin Victoria Best durchsetzen.

»Das war ein Rennen mit Höhen und Tiefen. Meinen Tiefpunkt hatte ich zwischendurch auf der Laufstrecke. Ein Rennen von vorne zu gestalten, war mir neu. Dank an die Zuschauer, das hat unfassbar motiviert. Einfach ein grandioses Rennen, super Strecke - ich bin mega happy«, so Betz nach dem Rennen unter Freudentränen.


Um 6.45 Uhr fiel der Startschuss für die 325 Triathleten über die Langdistanz und das bereits unter den Augen von reichlich Prominenz. Darunter Schleswig-Holsteins für Sport zuständige Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Schirmherrin der Veranstaltung, die den OstseeMan »als wichtigen Botschafter für den Sport in unserem Bundesland« nahezu adelte.

Am schnellsten aus dem Wasser kam Lukas Schnödewind nach 52:38 Minuten. Rund zwei Minuten später huschte auch Mitfavorit Fabian Günther aus den Wellen. Lokalkolorit gab es bei den Frauen, wo Victoria Best zwar vier Sekunden hinter Lisa Femerling aus dem Wasser kam, aber beim Wechsel auf das Rad an Femerling vorbeiziehen konnte. 

Auf dem Rad hielt die Führung der Schafflunderin aber nicht ewig. Bei der Zwischenzeit nach 44,1 Kilometern war Maja Betz vorbeigezogen und Best zwölf Sekunden dahinter auf Rang zwei. Bevor es auf die abschließende Laufstrecke ging, musste Best auch noch die Tschechin Simona Krivankova und die Neumünsteranerin Nele Siegmeier vorbeiziehen lassen. Da war der Rückstand auf Betz bereits auf 11:54 Minuten angewachsen.

In der Konkurrenz der Männer wechselte Lukas Schnödewind auch als Führender in die Laufschuhe. Lange hielt der Vorsprung aber nicht. Nachdem zunächst Fabian Günther vorbei zog, machte sich auch der überaus starke Läufer Simon Huckestein an allen vorbei an die Spitze. An Huckestein war aber im Marathon kein Vorbeikommen und entsprechend sicherte er sich die Deutsche Meisterschaft auf der Langdistanz und den Sieg beim OstseeMan 2022. Der lange Zeit führende Lukas Schnödewind brach hingegen ein und hatte mit dem Sieg am Ende nichts mehr zu tun.

Bei den Frauen konnte Maja Betz sich auf der Radstrecke vorentscheidend absetzen und die ärgste Verfolgerin Simona Krivankova auf Abstand halten. Mit rund sechs Minuten Vorsprung ging es auf die Laufstrecke, wo die neue Deutsche Meisterin und OstseeMan-Siegerin den Vorsprung sicher ins Ziel bringen konnte. Victoria Best aus Schafflund konnte nach dem Tief auf dem Rad im abschließenden Marathon nochmal zulegen und sicherte sich den dritten Platz.

»Ich bin überwältigt. Überall nur geile Leute an der Strecke. Beim Laufen habe ich nur gedach,t ein Schritt nach dem anderen«, so die vollkommen verausgabte Victoria Best.

Auf der Mitteldistanz gab es kein Vxorbeikommen an Hannah Deuring, die am Ende 33 Sekunden Vorsprung vor Jenny Jendryschick aufweisen konnte. Dritte wurde Hanna Arlom. Bei den Männern setzte sich auf der Mitteldistanz Tim Rieder durch, der allerdings so viele Körner auf der Strecke gelassen hatte, dass er von Sanitätern behandelt werden musste. Ihm folgten Michael Victor auf Platz zwei und Sven Kiene auf Platz drei. Der Nordfriese Benjamin Haas landete am Ende auf Platz sechs.