Der OstseeMan geht wieder an den Start

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause steht der OstseeMan wieder an. Eine neue Radstrecke und die Deutsche Meisterschaft auf der Langdistanz hat viele Triathleten angezogen.

Die OstseeMan-Organisatoren Reinhard Husen (l.) und Sven Christensen (r.) freuen sich gemeinsam mit den Triathleten Nele Siegmeier und Fabian Günther auf den Start in Glücksburg.
Die OstseeMan-Organisatoren Reinhard Husen (l.) und Sven Christensen (r.) freuen sich gemeinsam mit den Triathleten Nele Siegmeier und Fabian Günther auf den Start in Glücksburg. Foto: Martin Ziemer

Flensburg. Während in der vergangenen Woche die Triathleten Schleswig-Holsteins in Schleswig beim Viking Triathlon ihren Landesmeister auf der Mitteldistanz gesucht haben, wird beim OstseeMan in Glücksburg am 6. und 7. August alles noch eine Nummer größer.

So wird es neben dem Ostseekids-Lauf und dem Frauen-Lauf wie immer den Triathlon auf der Mitteldistanz und in den Staffeln geben. Der größte Aufhänger ist aber sicherlich, dass der diesjährige OstseeMan auch als Deutsche Meisterschaft auf der Langdistanz (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42,195 Kilometer Laufen) gilt, was sich auch in den Meldezahlen nach zwei Jahren coronabedingter Pause des OstseeMans in Glücksburg niederschlägt. 1469 Meldungen durften die Veranstalter so bislang notieren.

Dabei gehen 300 der aus 19 unterschiedlichen Nationen stammenden Sportler auf der Langdistanz an den Start, während 63 Staffeln gemeldet sind. Auf der Mitteldistanz sind es atemberaubende 665 Starter und dazu 105 Staffeln. Etwas überschaubarer die Meldezahl von 40 beim Frauenlauf am Sonnabend. 

Dennoch konnte Rennleiter und Gründer des Osteemans, Reinhard Husen, verraten: »Wir würden gerne noch mehr Teilnehmer hinzunehmen, aber während im Schwimmen und Laufen noch mehr Kapazität da gewesen wäre, ist auf dem Rad nicht mehr zu machen.«


Die Radstrecke des OstseeMan. - Foto: OstseeMan

Neue Radstrecke

Dabei haben die Veranstalter gerade auf der Radstrecke, einige Neuerungen zu bieten. »Ich habe nicht daran geglaubt, aber es ist tatsächlich möglich geworden. Wir haben einen Abschnitt von zehn Kilometern der Bundesstraße für die Veranstaltung gesperrt bekommen und können so die Radrunde von bislang 30 auf 45 Kilometer vergrößern. Das entzerrt natürlich ungemein«, so Husen, der sich zudem freut, dass einmal mehr zwei Drittel der Laufstrecke zuschauerfreundlich entlang der Wasserkante führen werden.

Husen hat seit zwei Jahren mit Sven Christensen, der den sportlichen Teil der Kieler Woche im Marketing verantwortet, einen weiteren Mitstreiter an seiner Seite, der bislang aber coronabedingt noch nicht praktisch beim OstseeMan eingreifen konnte, aber für den Sport brennt.

»Ich bin extrem fasziniert von dem Sport und freue mich ein Teil des engagierten Teams zu sein. Die letzten zwei Jahre waren eine Herausforderung, gerade auch die vielen Helfer wieder zu aktivieren. Ohne die wäre der OstseeMan aber nicht möglich. Ich bin aber sehr optimistisch, denn Glücksburg ist so etwas wie das Hawaii des Nordens«, so Christensen.


Nele Siegmeier und Fabian Günther lauschten den Ausführungen der Organisatoren gespannt. Der OstseeMan steht bei beiden auf der Wunschliste. - Foto: Martin Ziemer

Attraktiver OstseeMan

Für Starterin Nele Siegmeier aus Neumünster die richtige Vorbereitung auf den Ironman auf Hawaii später im Jahr. Die alleinerziehende Mutter eines dreijährigen Jungen hat den Sprung nach Hawaii erst im zweiten Anlauf in diesem Jahr geschafft, fehlten ihr doch beim ersten Versuch nur knappe sechs Sekunden. Siegmeier hofft in Glücksburg in jedem Fall auch auf einen der vorderen Plätze, auch wenn das intensive Training schwer unter einen Hut mit Familie und Arbeit zu bringen ist.

»Viele Fragen mich, woher ich die Kraft nehme, dann sage ich, dass es mir leicht fällt- es macht mich glücklich«, so Siegmeier, die auf die Portion extra Motivation setzt, wenn ihr Sohn an der Strecke anfeuert.

Fabian Günther steht vor seiner Premiere beim OstseeMan. Der Profi-Triathlet und ehemalige Handballer aus Hamburg hatte den Wettkampf in Glücksburg schon länger auf seinem Zettel, bekam ihn aber nicht in seinem Terminkalender unter. Doch diesmal ist er dabei.

»Ich wollte den OstseeMan schon immer machen, liegt er doch fast vor der Haustür. Den Ausschlag hat diesmal die Deutsche Meisterschaft gegeben und deshalb trete ich schon an, um zu gewinnen«, so Günther der zuletzt beim Ironman in Frankfurt am Start war und Platz 13 bei den Profis belegt hat.

on 29 jun, 21:01
Timo Fleth
tif@fla.de