Mächtig Leben in der alten Duburghalle: Gemeinsames Training von SG Flensburg-Handewitt und SønderjyskE

Ein Großteil der Spieler der SG Flensburg-Handewitt weilt derzeit bei der Weltmeisterschaft in Schweden und Polen. Um den in Flensburg verbliebenen Akteuren einen handballerischen Reiz zu bieten, wurde mit SønderjyskE zusammen trainiert. Ein Gewinn für beide Seiten.

Hohe Intensität war angesagt beim gemeinsamen Training von SG Flensburg-Handewitt und SønderjyskE. Mittendrin war auch Melf Hagen vom DHK Flensborg.
Hohe Intensität war angesagt beim gemeinsamen Training von SG Flensburg-Handewitt und SønderjyskE. Mittendrin war auch Melf Hagen vom DHK Flensborg. Foto: Sven Geissler

Timo Fleth

tif@fla.de

tirsdag d. 24. januar 2023, kl. 17:48

Flensburg. Was macht mann, wenn nur noch sechs Spieler da sind und der Rest bei der Handball-Weltmeisterschaft in Schweden und Polen unterwegs ist? Diese Frage stellte sich auch Maik Machulla, Trainer der SG Flensburg-Handewitt, und beantwortet sie unter anderem damit, dass man gemeinsame Sache mit den Ligahandballern von SønderjyskE macht.

»Das hat einfach gut gepasst und über Thomas Mogensen war der Kontakt natürlich sehr einfach. Für meine Jungs war das super. Wir entwickeln uns zudem als Trainer ja auch nur weiter, wenn wir auch außerhalb unserer eigenen Zone unterwegs sind und mit anderen in den Austausch gehen. Ich habe mir das ein oder andere aus dem Training von Rasmus Vandbæk am Montag notiert. Das gemeinsame Training ist durchaus etwas, was man bei Gelegenheit wiederholen kann. Den Spielern hat es in jedem Fall etwas gebracht«, so der SG-Trainer.

SG-Legende Thomas Mogensen, der nach seinem Karriereende als Sportlicher Leiter bei SønderjyskE arbeitet, bekam das Grinsen beim Betreten der Duburghalle kaum aus dem Gesicht. Viele Erinnerungen und ein Gefühl von Heimat kamen da hervor, wie er verriet. Seine Spieler nahmen die Plakate in der Halle - unter anderem mit ihrem Sportlichen Leiter darauf - ebenfalls ehrfürchtig in Augenschein. Für Mogensen und SønderjyskE war das sichtbar eine tolle Sache.

»Ich habe natürlich nach wie vor eine enge Bindung zur SG und kenne die Herausforderungen, die im Januar da sind. Deshalb gab es die Idee, vielleicht voneinander zu partizipieren, einander zu helfen und vielleicht auch zu inspirieren. Für mich war das einleuchtend und Spieler und Trainer scheinen ebenfalls davon angetan. Ich habe in jedem Fall das bekommen, was ich mir erhofft hatte«, so Mogensens Fazit, der aber nicht davon ausgeht, dass so etwas nun jeden Monat stattfinden wird.

Am Montag ging es in Sønderborg läuferisch »ordentlich zur Sache« und war laut Machulla »typisch dänisch«. Da ging es am Dienstag in der Duburghalle ruhiger zu - wenngleich es an Intensität bei der gesamten Trainingsgruppe nicht fehlte, ob zuerst beim Fußball oder  im weiteren Verlauf dann mit dem Handball in der Hand.

Mittendrin war auch Melf Hagen, der eigentlich vom VfL Lübeck-Schwartau an den DHK Flensborg ausgeliehen ist. Da aber der DHK und die SG Flensburg-Handewitt kooperieren und der VfL ebenfalls einverstanden war, war Hagen bei beiden Trainingstagen mit SønderjyskE dabei. So viel sei gesagt: Es war nicht erkennbar, dass dort ein Akteur aus der 3. Liga mittrainierte.

»Das hat mega Spaß gemacht und mich richtig gefreut. Es kann nicht jeder behaupten, unter so guten Trainern trainieren zu dürfen. So eine Chance bekommt man sicher nicht oft und für mich ist das eine tolle Anerkennung. Das Training mit SønderjyskE war intensiv und lehrreich«, so Melf Hagen glücklich.

Einig waren sich am Ende alle, dass es nicht das letzte Mal gewesen ist, dass die SG Flensburg-Handewitt und SønderjyskE gemeinsame Sache machen.