Jugendbundesliga: Sieg und Niederlage

Während die weibliche A-Jugend des Handewitter SV in der Meisterrunde der Bundesliga einen Sieg verbuchen konnte, setzte es für die U19-Handballer der SG Flensburg-Handewitt in der Pokalrunde der Bundesliga eine Pleite.

Nach dem geglückten Auswärtscoup war der Jubel groß bei den Mädchen des Handewitter SV.
Nach dem geglückten Auswärtscoup war der Jubel groß bei den Mädchen des Handewitter SV. Foto: Handewitter SV

Timo Fleth

tif@fla.de

mandag d. 23. januar 2023, kl. 15:18

Erlangen/Lübeck. Unterschiedlicher hätten die Gefühlslagen in der A-Jugend beim Handewitter SV und der SG Flensburg-Handewitt am vergangenen Spieltag kaum sein können. Während die Handewitter Handballerinnen einen überraschenden 37:31 (18:14)-Sieg beim HC Erlangen verbuchen konnten, mussten sich die Jungs der SG Flensburg-Handewitt im Landesderby beim MTV Lübeck mit 25:29 (18:14) geschlagen geben. 

Mit dem Auswärtssieg gegen den klar favorisierten HC Erlangen, immerhin Final-Four-Teilnehmer der letzten Saison, sorgte das Team von HSV-Trainer Peer Linde für die große Überraschung am zweiten Spieltag der JBLH-Meisterrunde. 

»Eine absolute Energieleistung des gesamten Teams, alle wollten diesen Sieg unbedingt«, so Linde.

Ab der 20. Minute waren die Handewitterinnen durchgehend in Führung, blieben dabei über 60 Minuten lang stabil. Sie leisteten sich über die gesamte Spielzeit keine einzige echte Schwächephase, legten ständig nach und hielten den Vorsprung konstant. 

Der verletzungsbedingte Ausfall von Johanna Somann hätte noch für Herausforderungen sorgen können. Die Handewitterinnen behielten aber kühlen Kopf und gerade die B-Jugendlichen erhielten dafür von Peer Linde ein Sonderlob. Am Ende blieb dem Handewitter SV nach dem 37:31-Sieg nur grenzenloser Jubel, da der Erfolg auch die Tür zu einem möglichen Einzug ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft geöffnet hat.

Handewitter SV: Wegner, Petersen-Kröger - Steffensen 9, Wiederhöft 8/1, Korn 1, Sachse 1, Rotermund, Christiansen 3/1, Orzol 10/3, Knütel, Somann, Petersen 2, Kühl,  Backen.

Bis knapp zehn Minuten vor dem Ende führten die Handballer der SG Flensburg-Handewitt im Landesderby der Pokalrunde der Jugendbundesliga beim MTV Lübeck, am Ende sprang aber in der dritten Partie der Pokalrunde nur die zweite Niederlage heraus. 

Beim 25:29 kamen die Flensburger gut in die Partie und erspielten sich schnell einen kleinen, aber brauchbaren Vorsprung. Beim Pausenstand von 18:14 war die Welt auch weiter in Ordnung. Was dann aber nach der Pause ablief, war kaum zu erklären. Nur an der Deckungsumstellung der Gastgeber auf 6:0 kann es nicht gelegen haben. Die Flensburger agierten zaghaft, immer ängstlicher und nur noch selten wirklich als Mannschaft. Als dann eine knappe Viertelstunde vor dem Ende auch noch die Rote Karte gegen Meeno Carstensen hinzukam, brachen alle Dämme. Die 25:29-Niederlage war die entsprechende Konsequenz.

SG: Balzersen, Schmitt - D. Wuzella 5, Czertowicz 1, Fülbier 5, Nielsen 1, Blumenberg, Mau 1, Wehden 2, Sekowski 3, S. Wuzella 2, Wetphalen 1, Lorenzen 4/1, Carstensen.