Erster Schritt zurück in die Erfolgsspur

Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben nach den unglücklichen Auftritten zuletzt wieder etwas für das Selbstvertrauen getan. Bei TM Benidorm gelang der SG ein fokussierter Auftritt, der mit einem souveränen Sieg belohnt wurde. Beim verletzt fehlenden Johannes Golla gab es Entwarnung.

August Pedersen bekam in Spanien auf Linksaußen den Vorzug vor Emil Jakobsen und zahlte mit einer starken Leistung und fünf Toren zurück.
August Pedersen bekam in Spanien auf Linksaußen den Vorzug vor Emil Jakobsen und zahlte mit einer starken Leistung und fünf Toren zurück. Foto: Lars Salomonsen

Timo Fleth

tif@fla.de

onsdag d. 7. december 2022 kl. 17:10

Benidorm. Das war ein Auftritt, der den Ansprüchen der SG Flensburg-Handewitt genügte. Fokussiert von Beginn an und sich auch von Fehlern nicht aus der Fassung bringen lassend, sicherten sich die Norddeutschen in der European League bei TM Benidorm einen souveränen 38:32-Erfolg. Vergessen sind die Pleiten in Ystad und Leipzig dadurch sicherlich nicht, aber es war gewiss ein erster Schritt zurück in die Erfolgsspur.

SG-Trainer Maik Machulla war erleichtert und zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, Grund zur Euphorie sah es aber dennoch nicht.

»38 Tore auswärts zu werfen, ist überragend. Man könnte sagen, dass 32 Gegentreffer zu bekommen nicht so gut ist, aber wenn man sieht, wie gut die Jungs verteidigt haben, war es ein richtig gutes Auswärtsspiel. Die eine oder andere Parade mehr hätte ich mir aber gewünscht«, so Machulla, der insbesondere mit der Einstellung zufrieden war: »Es war ein richtig gutes Auswärtsspiel mit hoher Intensität und unglaublicher Bereitschaft. Wir haben den Ball gut laufen lassen und hatten zudem eine sehr gute Effizienz. Wir kamen jedes Mal mit 100-prozentiger Überzeugung in die Aktionen. Ich habe gesehen, dass die Mannschaft wieder das Herz auf dem Spielfeld gelassen hat.«

Das nervige sieben gegen sechs im Angriff und die sehr offensive Abwehrreihe der Gastgeber stellten nur zeitweise ein Problem für die Flensburger dar, die zur Pause auch ohne Jim Gottfridsson und Kapitän Johannes Golla 21:17 führten. Wäre die SG in den Schlussminuten nicht noch etwas vom Gas gegangen, wäre der 38:32-Sieg sicherlich noch deutlicher ausgefallen. Dennoch konnten nahezu alle Flensburger Akteure etwas für das geschundene Selbstbewusstsein tun und mit breiterer Brust als zuletzt die Heimreise antreten.

Entsprechend Stolz war auch Torhüter Kevin Møller.

»Benidorm machte es uns mit dem ständigen Einsatz des siebten Feldspielers schwer. Die Abwehr hat aber hervorragend gekämpft. Es war kein Wunder, dass Benidorm viele Tore gemacht hat, da sie ständig Überzahl hatten. Vorne war es richtig konsequent und wir haben uns die ganze Zeit freie Würfe erspielt. Ich bin richtig stolz auf unsere Mannschaft, die Herz, Willen und Leidenschaft zeigte, und das nur zwei Tage nach so einem harten Spiel«, so Møller.


Die SG Flensburg-Handewitt konnte bei Kreisläufer Johannes Golla Entwarnung geben. - Foto: Lars Salomonsen.

Aufatmen bei Golla

SG-Kapitän Johannes Golla, der die Reise nach Benidorm nach seiner Knöchelverletzung am vergangenen Sonntag im Bundesligaspiel beim SC DHfK Leipzig nicht mit angetreten war, kann derweil Entwarnung geben. 

»Die MRT-Untersuchung bei Johannes Golla hat keine schwerwiegende Verletzung ergeben. Er wird schmerzabhängig mit einer Orthese von Training zu Training belasten. Wir sehen dann, wie sein Fuß darauf reagiert«, so die SG in einer Mitteilung.

Golla hatte 2020 einen Mittelfußbruch erlitten und fehlte anschließend etliche Monate. Immer wieder zwickte es im Nachgang zunächst auch noch im Fuß. Das letzte gute Jahr hatte der Kreisläufer damit aber keine Probleme mehr. Ein Einsatz am Sonntag (16.05 Uhr/Sky) gegen den Bergischen HC ist somit möglich, wenn auch bis zum Anpfiff sicherlich mit kleinen Fragezeichen versehen.