SG Flensburg-Handewitt ohne Golla und Gottfridsson

Die SG Flensburg-Handewitt tat sich im ersten Aufeinandertreffen mit TM Benidorm in der European League sehr schwer und muss nun auf der iberischen Halbinsel auf zwei Leitwölfe verzichten.

Johannes Golla hat die Reise nach Spanien nicht mit angetreten und wird gegen TM Benidorm fehlen.
Johannes Golla hat die Reise nach Spanien nicht mit angetreten und wird gegen TM Benidorm fehlen. Foto: Lars Salomonsen


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mandag d. 5. december 2022 kl. 19:13

Flensburg. Lange Zeit, den Kopf wieder frei zu bekommen, haben die Handballer der SG Flensburg-Handewitt zwischen der 30:31-Niederlage in der Bundesliga beim SC DHfK Leipzig am Sonntag und dem Spiel bei TM Benidorm in der European League am Dienstag (20.45 Uhr/DAZN) nicht.

Am Montag ging es mit dem Flieger von Leipzig über München an die Küste Spaniens und das erneut ohne Spielmacher Jim Gottfridsson. Der Schwede fehlte bereits in Leipzig mit einer Magen-Darm-Erkrankung und sollte auch nicht verspätet die Reise auf die iberische Halbinsel antreten. Zudem hat auch Kreisläufer und SG-Kapitän Johannes Golla die Reise nicht mitangetreten und wird am Dienstag in Flensburg eingehender untersucht. »Er hätte unser Spiel nicht mitmachen können und das macht es natürlich für uns nicht einfacher«, war SG-Trainer Maik Machulla nicht glücklich über den Ausfall des zweiten Leitwolfes.

Dass TM Benidorm ein unangenehmer Gegner sein kann, mussten die Flensburger im ersten Spiel der Gruppenphase am 25. Oktober bereits feststellen. Dort lag man zur Pause mit 16:19 zurück, ehe man zur Mitte der zweiten Halbzeit besser in die Spur fand und am Ende 35:30 gewinnen konnte. Auf das konsequente Angriffsspiel im sieben gegen sechs und die sehr offensive und mannbezogene Abwehr der Spanier fand man keine richtig guten Antworten.

»Das wird für uns körperlich und mental eine große Herausforderung nach dem harten Schlag in Leipzig. Das Spiel hat bei der Mannschaft seine Spuren hinterlassen. Wir sind in einer sehr angespannten Situation gerade. Wir als Trainerteam verfahren aber gerade eher nach dem Prinzip Zuckerbrot statt Peitsche. Die Jungs haben ihr Herz auf der Platte gelassen und dann stehen Entscheidungsverhalten und Chancenverwertung auf einem anderen Blatt«, so Machulla, der der Mannschaft großen Kampfgeist zugute hält.

Bislang hat Benidorm erst einen Sieg in der Gruppenphase einfahren können. Gegen FTC Budapest reichte es am vergangenen Spieltag zu einem 32:31-Erfolg, aber auch die anderen Partien gegen Valur und Ystads IF waren knappe Spiele. Entsprechend gewarnt ist Maik Machulla.

»Es muss viel von uns in Sachen Bereitschaft und Energie kommen und dann versuchen, als Mannschaft gemeinsam zu bestehen, um mit zwei Punkten die Heimreise anzutreten. Das wäre verdammt wichtig für uns«, so der SG-Trainer.