Nordfrauen wollen defensiv zulegen: »Wir werden definitiv an unsere Leistungsgrenze kommen müssen«

Gegen den 1. FSV Mainz 05 gilt es für die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee, die Niederlage der Vorwoche abzuschütteln und in der Abwehr weniger zaghaft zu agieren.

Trainer Malte Böhrnsen und die Nordfrauen wollen zurück in die Erfogsspur.
Trainer Malte Böhrnsen und die Nordfrauen wollen zurück in die Erfogsspur. Foto: Kira Kutscher

Timo Fleth

tif@fla.de

fredag d. 25. november 2022 kl. 15:57

Harrislee. Ein Heimspiel steht am Sonnabend (18.30 Uhr/Sportdeutschland.tv) für die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee an. Schenkt man der Tabelle der 2. Bundesliga Glauben, dann sind die Nordfrauen auch Favorit gegen den 1. FSV Mainz 05. Die Realität sieht lauf Nord-Trainer Malte Böhrnsen dann aber doch etwas anders aus.

»Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe, bei dem Kleinigkeiten am Ende den Ausschlag geben werden. Mainz hat einen guten Kader beisammen und zuletzt auch gegen die Top-Teams Füchse Berlin und Frisch Auf Göppingen lange mitgehalten und nur knappe Niederlagen einstecken müssen. Wir werden uns in Acht nehmen und definitiv an unsere Leistungsgrenze kommen müssen«, so Böhrnsen.

Die deutliche 25:39-Pleite am vergangenen Spieltag gegen das Spitzenteam der HL Buchholz 08-Rosengarten stecke den Harrisleerinnen nicht mehr in den Knochen, versichert Malte Böhrnsen, der knackig kommentiert: »Lieber einmal so deutlich, als laufend knapp verlieren!«

Einige Dinge hat der Nordfrauen-Coach aber trotzdem aus dem Spiel mitgenommen und eine klare Idee, wo eine Steigerung nötig ist. »Wir wollen es grundsätzlich wieder besser machen als zuletzt. Allerdings muss man auch sagen, dass Rosengarten einfach gut war. Wir waren allerdings auch zu zaghaft in der Defensive und müssen dort mehr Gegenwehr leisten. Ich bin aber positiv gestimmt, dass uns das gegen Mainz gelingen wird«, so Böhrnsen, der im Spiel der Mainzerinnen Stärken in der Achse Rückraum/Kreis ausgemacht hat.

Dabei kann der Nord-Coach voraussichtlich zum zweiten Mal in der laufenden Saison auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Ein Umstand, der die derzeitige Platzierung auf Rang sieben mit bereits zehn Punkten nach acht Partien, nochmals aufwertet. 

»Wir haben eine Entwicklung in unserem eigenen Spiel, aber wir sind auch noch nicht ganz da, wo wir sein wollen. Die Liga ist sehr ausgeglichen und so kann nahezu jeder jeden schlagen. Deshalb sind wir grundsätzlich mit der bisherigen Ausbeute zufrieden, aber wissen auch, dass die Saison noch sehr lang ist. Darum wollen wir gerne gegen Mainz im Heimspiel die nächsten Punkte einfahren«, sagt Malte Böhrnsen, der optimistisch in die Partie gegen Mainz geht.