Der Meister ist zu Besuch

Die SG Flensburg-Handewitt empfängt am Sonnabend (18.30 Uhr) den SC Magdeburg zum Bundesliga-Kracher.

SG-Kapitän Johannes Golla hofft mit seiner SG erneut auf einen Sahnetag gegen Magdeburg.
SG-Kapitän Johannes Golla hofft mit seiner SG erneut auf einen Sahnetag gegen Magdeburg. Foto: Sven Geißler

Ruwen Möller

rm@fla.de

fredag d. 30. september 2022, kl. 16:47

 

Flensburg. Der SG Flensburg-Handewitt gelang in der Vorsaison, was ansonsten nur noch der THW Kiel schaffte. Die Mannschaft um Trainer Maik Machulla gewann ein Bundesliga-Spiel gegen den SC Magdeburg. Das war am 26. Dezember 2021 in eigener Halle. Der Endstand lautete 30:27. Damals war der SG-Erfolg in Sachen Meisterschafts-Rennen ein Hoffnungsschimmer für die Gastgeber und den Rest der Liga. Am Ende sollte es aber nur ein Strohfeuer sein. Der SCM wackelte zwar kurz, fiel aber nicht und sicherte sich in der Rückrunde souverän den Meistertitel. Und als amtierende Deutscher Meister kommen die Magdeburger an diesem Sonnabend (18.30 Uhr live Sky) in den hohen Norden. 

Was die absolute Spitze der Tabelle angeht, ist die Ausgangslage für die SG zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison ähnlich, wie vor neun Monaten. Ganz oben stehen mit den Rhein-Neckar Löwen, dem THW Kiel und eben Magdeburg drei Teams, die noch gar keinen Punkt abgegeben haben. Die SG hingegen schon drei.

»Die Saison ist noch jung, aber wir dürfen nicht jetzt schon abreißen lassen«, so Machulla, der mit dem Heimremis gegen die Füchse Berlin noch leben konnte, den die Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen aber maßlos ärgert. »Berlin war ein tolles Spiel von beiden Mannschaften, aber in Mannheim sind wir einfach nicht auf unser Niveau gekommen und das ärgert mich. Nach dem Spiel hatten wir das Gefühl, dass wir es selber vergeben haben«, so der SG-Coach. »Es ist ene nervige Situation, denn jetzt rennen wir wieder hinterher. Jeder weitere Punktverlust macht es schwieriger und man läuft Gefahr, die eigenen Ziele aus den Augen zu verlieren. Druck machen wir uns ohnehin immer selber, aber es ist keine Frage, dass das Spiel gegen Magdeburg besonders ist.«

Der Trainer setzt dabei jedoch auf die eigenen Stärken und hält nichts davon, grundsätzlich etwas in Frage zu stellen. Ebenso wenig will er versuchen, eine Mannschaft wie Paris, die den SCM unter der Woche in der Champions League aus dessen eigener Halle gefegt hat (22:29), zu kopieren. »Es macht keinen Sinn, weil wir gar nicht die Spieler wie Paris haben«, so Machulla. »Wir müssen unsere Stärken ausnuzten und unseren Job machen, dann sind wir auch in der Lage, Magdeburg zu Hause zu schlagen.« Dafür benötigt es einen »perfekten Tag«, so Machulla, doch warum sollte es diesen nicht wie zuletzt im Dezember erneut geben.  

Auf die Unterstützung der eigenen Fans können die Gastgeber jedenfalls bauen. Am Freitag waren bereits 6000 Karten vergriffen. Ein Restkontingent gibt es noch am Sonnabend an der Abendkasse, die Flens-Arena dürfte aber erstmals seit langer Zeit wieder komplett ausverkauft sein.