Rückenwind für das Topspiel geholt

Die SG Flensburg-Handewitt hat im Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde der European League bei MMTS Kwidzyn schon fast das Weiterkommen klar gemacht und kann deshalb vollen Fokus auf die Bundesligapartie gegen den SC Magdeburg am Sonnabend legen.

Lasse Møller durfte für die SG Flensburg-Handewitt in der zweiten Qualifikationsrunde der European League gegen MMTS Kwidzyn von Beginn an ran.
Lasse Møller durfte für die SG Flensburg-Handewitt in der zweiten Qualifikationsrunde der European League gegen MMTS Kwidzyn von Beginn an ran. Foto: Ingrid Anderson-Jensen

Timo Fleth

tif@fla.de

torsdag d. 29. september 2022, kl. 0:06

Kwidzyn. Den Frust der Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen am vergangenen Sonnabend in der Bundesliga haben sich die Handballer der SG Flensburg-Handewitt im Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde der European League von der Seele geschossen. Am Ende gewann die Mannschaft von Trainer Maik Machulla gegen die bislang noch sehr unbekannten Polen von MMTS Kwidzyn mit 39:25 (21:12).

»Wir hatten von Anfang unglaublich gute Präsenz in der Abwehr und direkt gezeigt, dass wir körperlich überlegen sind. Die Mannschaft hat sich dann auch verdient, relativ schnell ein ruhiges Gefühl zu bekommen. Spielfreude war da und jeder hat einen guten Job gemacht«, war Machulla entsprechend zufrieden nach dem Spiel.

Der SG-Trainer hatte angekündigt, dass Lasse Møller auch wieder von Beginn an seine Chance erhalten würde und genau diese bekam er in Kwidzyn. Ohnehin setzte Machulla in Polen auf die gesamte Bank und schaffte es - auch durch den furiosen Start -, die Spielzeiten zu verteilen. Im Hinblick auf das enorm wichtige Bundesliga-Heimspiel gegen Meister SC Magdeburg am Sonnabend (18.30 Uhr/Sky) ein wichtiger Schachzug. Das sah auch Kapitän Johannes Golla so.

»Wir haben gut ins Spiel gefunden und eine gute Abwehr mit einem ebenso gut aufgelegten Kevin Møller dahinter gestellt. In den ersten 20 Minuten haben wir ein super Tempospiel gehabt und so den Grundstein für den Erfolg gelegt. Das Polster ist groß fürs Rückspiel und der Fokus gilt ab sofort dem Magdeburg-Spiel«, so der Kreisläufer, der sich auch über etliche Minuten auf der Bank freuen durfte.

Gerade Kevin Møller bekam auch von Machulla ein Sonderlob, sah der SG-Trainer doch mitsamt der Abwehr den Grundstein durch den Keeper gelegt. »Das hat uns für die zweite Halbzeit die Ruhe gegeben, das Ganze von oben herab runterzuspielen«, so Maik Machulla.

Kevin Møller selbst freute sich schlussendlich über das gute Gefühl nach dem Spiel, das zuletzt etwas abhanden gekommen war: »Von der ersten Sekunde haben wir das sehr diszipliniert gemacht. Wir haben auch gesehen, dass Kwidzyn guten Mannschaften wie Kielce Schwierigkeiten machen kann. Wir müssen unser Flensburger Spiel mit Tempohandball wieder finden. Hoffentlich war das der Vorgeschmack. Es ist wichtig, vor dem Magdeburg-Spiel nochmal Selbstvertrauen zu tanken. Wir haben das Gefühl, dass wir gut drauf sind. Wir fühlen uns bereit für Samstag.«

Dass das Rückspiel am kommenden Dienstag (18.45 Uhr/Sprungwurf.tv) gegen den MMTS Kwidzyn nach dem 39:25-Sieg nur noch statistischen Wert hat, ist fast sicher. Entsprechend groß liegt der Fokus auf das Topspiel gegen den SC Magdeburg, und geht es nach Maik Machulla, dann auch gerne mit der gleichen guten Art und Weise wie in Polen.


MMTS Kwidzyn: Dudek, Zakreta - Kornecki 4, Grzenkowicz, Orzechowski 3, Peret 2, Kamyszek 5, Kutyla, Majewski, Guziewicz, Wawrzyniak, Potoczny 2, Nastaj 1, Szyszko 5/3, Landzwojczak 1, Zakreta, Jankowski 2.

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Møller - Golla 4, Einarsson 6, Mensah Larsen 1, Søgard Johannessen 2, Gottfridsson, Hansen 6, Pedersen 5/1, Jakobsen 6/1, Semper 4, L. Møller 2, Lindskog 2, Rød 1.

Zeitstrafen: 0:3 (-Rød, Einarsson 2x)

Siebenmeter: 3/4:2/3 (Kuyla scheitert an Møller - Hansen vergibt)

Schiedsrichter: Erdoan Vitaku/Arsim Vitaku (Kosovo)

Zuschauer: 1500.