European League: SG Flensburg-Handewitt vor unbekannter Herausforderung

Die SG Flensburg-Handewitt ist in der zweiten Qualifikationsrunde der European League gegen die bislang unbekannten Polen von MMTS Kwidzyn gefordert.

Die Aufgabe von SG-Spielmacher Jim Gottfridsson wird nicht einfacher dadurch, dass MMTS Kwidzyn bislang noch vollkommen unbekannt ist.
Die Aufgabe von SG-Spielmacher Jim Gottfridsson wird nicht einfacher dadurch, dass MMTS Kwidzyn bislang noch vollkommen unbekannt ist. Foto: Kira Kutscher

Timo Fleth

tif@fla.de

tirsdag d. 27. september 2022, kl. 7:42

Flensburg. Ein Bundesligaspiel vom vergangenen Sonnabend bei den Rhein-Neckar Löwen in den Knochen, das nicht gut gelaufen ist, und Dienstag (18.45 Uhr) in der zweiten Runde der Qualifikation für die Gruppenphase in der European League mit MMTS Kwidzyn einen Gegner vor der Brust, der der SG Flensburg-Handewitt bislang gänzlich unbekannt ist. Deshalb war es SG-Trainer Maik Machulla enorm wichtig, die Niederlage in Mannheim abzuarbeiten.

»Wir haben vor der Abfahrt noch intensiv Videovorbereitung gemacht und auch das Spiel gegen die Löwen besprochen. Das war mir wichtig, dass wir hinter dem Spiel auch einen Haken machen können, um mit neuer Energie in die nächsten Spiele zu gehen«, so Machulla, der wenig überraschend im Vorfeld lobende Worte über den polnischen Gegner übrig hat: »Kwidzyn ist auf internationalem Parkett nicht so bekannt, hat aber viel Wurfkraft, eine aggressive Abwehr und einen klaren Plan. Daran halten sie sich und das hat man auch im Spiel am Sonnabend gesehen, als sie zu Hause gegen Kielce spielten. Zur Pause waren sie dort mit drei Toren vorn und bis zur 50. Minute auch noch voll mit im Geschehen. Das Ergebnis und die Art und Weise sollten Warnung genug sein für uns.«

Es ist ganz alleine unsere, jeder für sich, Verantwortung, mental auf die 100 Prozent zu kommen.

Maik Machulla, Trainer SG Flensburg-Handewitt

Allerdings hat MMTS Kwidzyn aus den ersten vier Ligaspielen nur einen Sieg einfahren können. Dennoch ist sich Machulla sicher: »Das wird ein hartes Ding in Polen« und »für uns gibt es keinen Grund zu glauben, dass irgendetwas einfach gehen wird«.

Gerade die verhältnismäßig hohe Fehlerzahl und etliche Unkonzentriertheiten zu Beginn dieser Saison haben für die SG zuletzt eine hohe Hürde dargestellt. Deshalb macht der SG-Trainer vor der Partie in Polen auch klar, was sein Anspruch an die Mannschaft  ist.

»Es ist ganz alleine unsere, jeder für sich, Verantwortung, mental auf die 100 Prozent zu kommen. Jeder muss seine Leistung bringen, dann sind wir sehr gut und nur dann wird es auch verdammt schwer, uns zu schlagen. Das ist die größte Herausforderung und zugleich meine Erwartung an die Mannschaft«, so Maik Machulla.

Personell hingegen bleibt es bei dem zuletzt verfügbaren Kader. So stehen weiterhin Simon Hald und Aaron Mensing nicht zur Verfügung, alle anderen Akteure des Profikaders sind aber einsatzbereit. Gute Voraussetzungen für die SG, die auch davon unabhängig als klarer Favorit in das Spiel geht. Deshalb gibt es für Machulla auch kein Vertun: »Wir wollen in Polen gewinnen!« 

Die Fans der SG, die die Reise nach Polen nicht antreten werden, müssen auf ein TV-Signal verzichten, wie der Europäische Handballverband (EHF) mitteilt.