Individuelle Ausbildung im Vordergrund

Durch die Kooperation mit dem DHK Flensborg und dem Bedarf an Unterstützung bei der Bundesligamannschaft sind die A-Jugendspieler der SG Flensburg-Handewitt auf vielen Feldern gefordert. Herausforderungen, die die Spieler nach Möglichkeit weiterbringen und sich für die A-Jugend auszahlen sollen.

Mit diesem Team geht die SG FlensburgHandewitt in die neue Bundesligasaison in der A-Jugend.
Mit diesem Team geht die SG FlensburgHandewitt in die neue Bundesligasaison in der A-Jugend. Foto: SG



søndag d. 18. september 2022, kl. 8:23

Flensburg. Das Warten hat ein Ende. Die A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt startet am Sonntag in die neue Handball-Bundesligasaison. Los geht es für die Flensburger mit einem ordentlichen Brocken, wenn beim HSV Hamburg um 16 Uhr der Anpfiff ertönt. 

»Das ist keine kleine Aufgabe zum Auftakt und ein echter Gradmesser. Wir haben im Vorbereitungsturnier gegeneinander gespielt und das war absolut ein Duell auf Augenhöhe, auch wenn wir mit einem Tor gewonnen haben«, sagt Simon Hennig, der gemeinsam mit Matthias Hahn und Magnus Frisk verantwortlich für die A-Jugend der SG ist.

Insgesamt ist die Vorbereitung des SG-Nachwuchses aber holprig verlaufen. Im Grunde hat es nur ein Turnier gegeben und die komplette Mannschaft im Training gab es auch noch nicht. Das ist unter anderem der Kooperation  mit dem DHK Flensborg und der Bundesliga-Mannschaft geschuldet. Ein umstand, den Trainer Hennig aber gerne in Kauf nimmt mit dem Blick auf die bestmögliche handballerische Ausbildung.

»Ben Schmitt und Meeno Carstensen haben viel Zeit bei der ersten Mannschaft verbracht und etliche Außen und Rückraumspieler haben das Training beim DHK wahrgenommen. Entsprechend klein war die Trainingsgruppe dann, was aber vollkommen in Ordnung ist. Bei uns steht die individuelle Ausbildung im Vordergrund, deshalb macht das abgeben der Spieler total Sinn«, so Hennig.

Nicht zu unterschätzen ist dabei die Belastung der Spieler der A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt, die Aufgaben in der U19, beim DHK, der ersten oder zweiten Mannschaft der SG zu Schultern haben. Entsprechend dosiert zum Teil auch das Training, wie Hennig erklärt. 

Ziele

»Der Klassenerhalt mit dem DHK Flensborg in der 3. Liga«, kommt wie aus der Pistole geschossen die Antwort vom U19-Trainer der SG auf die Frage nach dem wichtigsten Saisonziel und eine ausführlichere Erklärung folgt: »Mit dem Fokus auf die individuelle Ausbildung gibt die 3. Liga beim DHK und das Bündeln der Kräfte einfach Sinn für die Spieler. Die sind es, die wir dabei im Blick haben und denen wir die besten Möglichkeiten bieten wollen.«

Ganz ohne Ziele geht Hennig aber auch mit der A-Jugend nicht in die Spielzeit. So soll nach Möglichkeit Platz vier und damit der Einzug in die Meisterrunde nach der einfachen gespielten Vorrunde stehen. Damit hätten man sich trotz zu spielender Meisterrunde direkt für das Achtelfinale qualifiziert. »Schaffen wir das, dann wollen wir unbedingt ins Viertelfinale, damit wir die Qualifikation für die Bundesliga im Jahr darauf sicher haben«, erklärt Simon Hennig, der hofft über eine gute Vorrunde mehr Freiraum für die Aufgabe beim DHK zu schaffen.

Einfach wird das Unterfangen jedoch nicht, ist die SG Flensburg-Handewitt doch mit den Top-Teams vom HC Empor Rostock, den Füchsen Berlin, dem THW Kiel, dem 1. VfL Potsdam und auch dem HSV in einer Staffel gelandet. Eine Standortbestimmung für die Flensburger wartet also bereits im ersten Spiel in Hamburg. »Ich bin gespannt auf den Sonntag«, so Hennig voller Vorfreude.

U19 SG Flensburg-Handewitt

Kader:

Tor: Lewe Balzersen, Ben Schmitt, Rune Hauenstein.

Feld: Meeno Carstensen, Felix Mau, Mats Wehden, Phillip Sekowski, Mads Wiederhöft, Adrian Westphalen, Jorge Fülbier, Thilo Knutzen, Jesse Blumenberg, Daniel Wuzella, Tom Lorenzen, Stefan Wuzella, Marcel Nielsen, Arv Jendre, Runar Makowka, Oskar Czertowicz.

Trainer: Simon Hennig, Matthias Hahn, Magnus Frisk Jensen.