Zurück in der Heimat

Für Lotta Woch steht eine Reise in die Heimat an, die besondere Gefühle hervorruft, wenn Frisch Auf Göppingen beim TSV Nord Harrislee antritt.

Für Lotta Woch steht eine Reise in die Vergangenheit an, wenn sie mit Frisch Auf Göppingen in Harrislee gegen die Nordfrauen spielt.
Für Lotta Woch steht eine Reise in die Vergangenheit an, wenn sie mit Frisch Auf Göppingen in Harrislee gegen die Nordfrauen spielt. Archivfoto: Tim Riediger

Göppingen. Wenn am Sonnabend (17.30 Uhr) in der 2. Bundesliga das letzte Heimspiel der Handballerinnen des TSV Nord Harrislee in dieser Spielzeit ansteht, dann wartet mit Frisch Auf Göppingen zum einen ein Top-Team und zum anderen mit Lotta Woche eine der prägendsten Figuren der jüngsten Vergangenheit der Nordfrauen. Über das besondere Erlebnis, wieder in der Heimat Handball zu spielen ,hat Flensborg Avis mit der Rückraumspielerin gesprochen.

Flensborg Avis (FlA): Es geht in die alte Heimat...

Lotta Woch (LW): Es geht in die Heimat!

FlAGespielt hast du gegen die Nordfrauen in dieser Saison bereits, aber wie ist es denn, jetzt wieder in die Heimat zu kommen und da spielen zu müssen?

LW: Verrückt. Da sind ganz viele Emotionen in mir. Ich freue mich aber richtig doll. Man sagt ansonsten, dass es immer ein schwieriges Spiel ist gegen den alten Verein, aber ich bin in so Gutem auseinander gegangen, dass ich nur Freude verspüre.

FlAVor dem Hinspiel war es ein emotionaler Ausnahmezustand, ist es diesmal ein ähnliches Gefühl?

LW: Es ist anders, weil es eben auch in der alten Halle ist. Ich bin mir fast sicher, dass ich in die falsche Kabine laufe und ich werde wahrscheinlich auch das Gefühl haben, mich auf der falschen Seite der Halle warm zu machen. Es ist schon was anderes. Auf der anderen Seite stehen halt meine Freundinnen. 

FlA: Auf wen oder was freust du dich am meisten?

LW: Insgesamt auf die Halle und meine Familie, die die Möglichkeit hat, dabei zu sein. Besonders freue ich mich, dass ich auch bei den Verabschiedungen dabei sein kann. Da werden so Persönlichkeiten verabschiedet wie Catharina Volquardsen, mit der ich jahrelang zusammengespielt habe. Außerdem freue ich mich auch schon auf den ersten Siebenmeter gegen Lea Tiedemann, die eine meiner besten Freundinnen ist.

FlADer TSV Nord Harrislee hat sowohl sportlich als aus in Sachen Rahmenbedingungen die Voraussetzungen für ein weiteres Jahr 2. Bundesliga geschaffen. Freuen dich solche Nachrichten auch noch?

LW: Total. Ich bin diesem Verein so unglaublich dankbar und natürlich freut mich das sehr. Ich habe den Weg sehr genau verfolgt.

 FlA: Was ist für Göppingen noch drin in dieser Saison?

LW: Wir haben den direkten Aufstieg nicht mehr in unserer Hand. Allerdings ist auch die Relegation für uns ein echter Erfolg. Der Druck ist aber natürlich da, weil wir mit Göppingen alle Spiele gewinnen müssen, um mindestens die Relegation noch zu schaffen. Harrislee ist zudem in meinen Augen auch der schwerste Gegner in den verbliebenen drei Spielen. 

FlAWie glücklich bist du mit der Entscheidung, Göppingen im Sommer zu verlassen und nach Halle zu wechseln?

LW: Es gab drei Gründe zu wechseln. Die Entfernung in die Heimat ist nur noch die Hälfte, die Bundesliga, die sicher ist, und in Halle gibt es die einzige Möglichkeit, mein Traumstudium zu machen. Entsprechend ist die Entscheidung nach wie vor richtig.

13 maj 2022, 14:21
Timo Fleth
tif@fla.de