Deutschland besteht den EM-Test

Die deutschen Handballer haben einen 30:26-Sieg gegen die Schweiz eingefahren.

Noch lief in der DHB-Defensive nicht alles rund und Kapitän Johannes Golla (l.) konnte das ein oder andere Mal nur zuschauen.
Noch lief in der DHB-Defensive nicht alles rund und Kapitän Johannes Golla (l.) konnte das ein oder andere Mal nur zuschauen. Foto: dpa

Handball-EM

dpa/tif

Mannheim. Rückenwind für die EM-Mission: Deutschlands Handballer haben den ersten Härtetest für die Europameisterschaft bestanden. Die DHB-Auswahl setzte sich am Freitag in Mannheim gegen die Schweiz um Star-Regisseur Andi Schmid mit 30:26 (15:14) durch und tankte Selbstvertrauen für die Endrunde in Ungarn und der Slowakei.

Bester Werfer für das Team von Bundestrainer Alfred Gislason war Linksaußen Marcel Schiller mit sieben Toren. Am Sonntag steigt in Wetzlar die EM-Generalprobe gegen Rekordweltmeister und Olympiasieger Frankreich, ehe die deutsche Mannschaft am kommenden Mittwoch nach Bratislava fliegt. Dort sind Belarus, Österreich und Polen die Vorrundengegner.

»Insgesamt war das ganz ordentlich, aber es gab schon Phasen, wo es nicht ganz so flüssig lief. Das war allerdings auch so erwartet. In der zweiten Halbzeit wurde das auch von Minute zu Minute besser«, so die Einschätzung von Gislason.

Von Beginn an war das DHB-Team um den neuen Kapitän Johannes Golla von der SG Flensburg-Handewitt hellwach und bestimmte den Rhythmus der Partie.

»Wir haben wirklich gute Ansätze gezeigt, auch wenn es noch lange nicht perfekt war. Es hat aber ein gutes Gefühl gegeben. Die Abwehr wurde immer kompakter mit der Zeit, wir müssen uns aber über das Spiel gegen Frankreich noch weiter finden«, so Golla.

Die Abwehr stand in der Startphase ordentlich - und konnte sich zudem auf einen gut aufgelegten Andreas Wolff im Tor verlassen. Der 30-Jährige zeigte in der ersten Halbzeit eine starke Leistung und untermauerte nachdrücklich seinen Anspruch als Nummer eins zwischen den Pfosten.

Mit zunehmender Spielzeit bekam das deutsche Team jedoch Probleme. Die Konsequenz: Beim 13:13 glichen die Schweizer erstmals wieder aus.

Nach der Pause wechselte Gislason mit Ausnahme von Kreisläufer Johannes Golla komplett durch. Trotz am Ende wieder mehr Fehlern, zeigte die DHB-Auswahl aber keine Nerven und ging als verdienter Sieger vom Parkett.

7 jan 2022, 18:03