Nord auf der Suche nach dem »guten Gefühl«

Im letzten Spiel des Jahres möchte der TSV Nord Harrislee zurück in die Erfolgsspur, um mit einem »guten Gefühl« die vergangenen erfolgreichen 12 Monate zu beenden. Jahresausklang auch in der A-Jugend-Bundesliga und den Oberligen.

Leonie Mettner fällt vorerst aus.
Leonie Mettner fällt vorerst aus. Foto: Tim Riediger

Flensburg. Seit etwas mehr als einem Jahr gewinnen die Frauen des TSV Nord Harrislee in der 2. Liga mehr Spiele als sie verlieren. Saisonübergreifend stehen 16 Siege und ein Remis 12 Niederlagen gegenüber. Bei den Erfolgen waren spektakuläre Auftritte wie in der Vorsaison in Berlin oder vor einigen Wochen in Waiblingen dabei. Hinzu kommt, dass selbst bei den Pleiten meist die Leistung passt, so wie vor kurzem beim Aus im DHB-Pokal gegen Erstligist Rosengarten. Dennoch hat der TSV vor dem letzten Spiel des Jahres, Sonntag um 16 Uhr in der heimischen Holmberghalle gegen den HC Leipzig, ein Problem. Die Mannschaft von Trainer Olaf Rogge hat innerhalb von nur einer Woche drei Mal verloren und so droht der berühmte letzte Eindruck, ein tolles Handball-Jahr zu verwischen.

»Dagegen wehre ich mich«, so der Coach, der vor dem Jahresausklang sagte: »Insgesamt war es ein gutes Jahr, aber aktuell ist es eben nicht gut.« Deshalb möchte er mit seinem Team am Sonntag auch unbedingt gewinnen. »Es ist in Ordnung, sich Gedanken zu machen, und das haben wir auch getan. Aber es dürfen nicht zu viele werden. Wir wollen jetzt nach vorn schauen und nicht zu sehr an die letzten drei Spiele denken«, so Rogge. Genau wie die eigenen Farben habe auch Leipzig zuletzt verloren und werde kurz vor Weihnachten auf einen Erfolg brennen. »Mal sehen, wer besser mit der Situation umgehen kann«, so der TSV-Coach, der auf den Heimvorteil setzt und dazu appelliert, dass sich seine Spielerinnen auf die »Wurzeln der Nordfrauen« besinnen. In seinen Augen sind das »Kampfgeist, Gemeinsamkeit und die Mannschaft, die Mannschaft und nochmals die Mannschaft.«

Beim Blick auf die Tabelle - Nord rangiert auf Platz neun, zwei Plätze und drei Zähler vor Leipzig - erwartet Rogge trotz leichter Nord-Vorteile auf dem Papier ein »Fifty-fifty-Spiel«. Und er nimmt Druck von seiner Mannschaft und vergleicht: »Vor einem Jahr standen wir zu diesem Zeitpunkt nicht so gut da.« Seinerzeit hatte Nord aus den ersten neun Saisonspielen lediglich vier Punkte durch vier Unentschieden geholt. Den ersten Sieg gab es am 12. Dezember gegen Rödertal (31:26). Es war der Beginn eine Siegesserie von acht Erfolgen am Stück. Auch Leipzig wurde in dieser Zeit bezwungen - und gegen eine Wiederholung haben sie in Harrislee nichts einzuwenden.

Nicht mithelfen kann Leonie Mettner. Sie hatte sich zuletzt in Wuppertal einen Bänderriss zugezogen und fällt aus. Eine MRT-Untersuchung am 28. Dezember soll Aufschluss darüber geben, für wie lange. Dass sie beim Trainingsstart nach der kurzen Winterpause am 4. Januar wieder dabei ist, scheint ungewiss. Dagegen arbeitet Hanna Klingenberg weiter an ihrem Comeback und dürfte am Wochenende erneut im Kader stehen.

Ebenfalls in Aktion

Neben den Nordfrauen stehen am Wochenende noch weitere Teams der Region vor dem letzten Auftritt im Jahr 2021. So spielen die Frauen von Slesvig IF am Sonnabend (18 Uhr) in der Abstiegsrunde bei Preußen Reinfeld und zeitgleich die Männer des TSV Hürup in der Meisterrunde beim TSV Kronshagen. Ebenfalls in der Meisterrunde aktiv, aber erst am Sonntag (12 Uhr, Männer) ist die SG Flensburg-Handewitt II gegen Hamburg-Nord. Die Frauen aus Bredstedt empfangen Sonntag (15 Uhr) in der Abstiegsrunde den AMTV Hamburg. In der A-Jugend-Bundesliga spielt die U19 der SG am Sonnabend (15 Uhr) beim SC DHfK Leipzig. Sonnabend um 18.30 Uhr empfangen die HKUF-Männer in der Kreisoberliga Meldorf und in der Kreisklasse spielt DGF um 14 Uhr gegen Schafflund.

17 dec 2021, 21:01
Ruwen Möller
rm@fla.de