Buric hält Flensburg den Rücken frei

Die SG Flensburg-Handewitt hat sich zwei wichtige Punkte gegen Veszprem in der Champions League gesichert. Benjamin Buric war dabei der sichere Rückhalt.

SG-Keeper Benjamin Buric sorgte in einer spannenden Schlussphase, dass die Punkte in Flensburg blieben.
SG-Keeper Benjamin Buric sorgte in einer spannenden Schlussphase, dass die Punkte in Flensburg blieben. Foto: Lars Salomonsen.

Flensburg. Das waren zwei Punkte, die vorher nicht einzuplanen waren. Die SG Flensburg-Handewitt, mit einem überragenden Torhüter Benjamin Buric, hat beim 30:27-Sieg gegen Telekom Veszprem ein echtes Lebenszeichen in der Champions League gesendet.

SG-Trainer Maik Machulla schickte gegen die Ungarn Benjamin Buric im Tor und EMil Jakobsen, Mads Mensah Larsen, Jim Gottfridsson, Teitur Einarsson, Lasse Svan und Johannes Golla von Beginn an auf das Feld. Wobei Simon Hald für Einarsson die Deckung übernahm. Auf der Bank nahm auch Aaron Mensing platz, dessen Einsatz nach seiner Knöchelblessur fraglich war.

Die Gäste aus Ungarn drückten zu Beginn mächtig auf das Gaspedal und liefen bei jedem Ball den sie bekamen. Die Flensburger musste sich hingegen zunächst noch etwas orientieren. Veszprem konnte die Fehlerzahl bei dem Tempo nicht gering halten und dass SG-Keeper Benjamin Buric dem ehemaligen Flensburger Rasmus Lauge gleich mehrfach freie Chancen abkaufte, schob das Spiel der Heimmannschaft an. Nach elf Minuten führte die SG bereits mit fünf Toren.

Jubiläum

Einen besonderen Grund zur Freude hatte Hampus Wanne in der ersten Halbzeit. Nicht nur kehrte der Linksaußen für Strafwürfe nach seiner Corona-Erkrankung auf das Feld zurück, er absolvierte damit auch sein 300. Spiel für die SG Flensburg-Handewitt. Dass die Siebenmeter zudem wie immer sicher ihr Ziel fanden, versteht sich dabei fast von selbst.

Insgesamt machten die Gastgeber aber einen stabilen Eindruck. Weder eine Zeitstrafe, noch die 5:1-Deckung der Ungarn nach rund 20 Minuten konnte die SG stoppen. Entsprechend nahm die Heimmannschaft eine verdiente 16:12-Führung, nach einer starken Leistung, mit in die Pause.

Starker Start

Die SG Flensburg-Handewitt knüpfte nahtlos an die gute erste Halbzeit an und erwischte einen starken Start in den zweiten Durchgang. Mit großer Leichtigkeit nahm der SG-Angriff die Abwehr von Veszprem auseinander. Lediglich der Abschluss, der passte in dieser Phase nicht. 

Das wussten die Gäste mit viel Tempo innerhalb von wenigen Minuten zu nutzen. Aus einer 20:13-Führung wurde nur noch eine 21:18-Führung. Machulla zog die Notbremse und stellte sein Team in einer Auszeit neu ein. Diese verpuffte allerdings zunächst und die Ungarn waren beim 21:23 (45.) wieder komplett mit im Spiel und die spannende Schlussviertelstunde eingeläutet.

Veszprem griff in der Schlussphase zum Spiel sieben gegen sechs, das Problem war aber der Angriff. Die 55 Spielminuten zuvor hatten Körner gekostet und immer weniger Zweikämpfe konnten gewonnen werden. Hätte Buric seinen Vorderleuten nicht so den Rücken frei gehalten, der Ausgleich wäre fünf Minuten vor dem Ende fällig gewesen.

Am Ende war es der Bosnier, der gemeinsam mit Mads Mensah Larsen für den so wichtigen 30:27-Sieg der SG Flensburg-Handewitt sorgte. Mit den zwei Punkten hat die SG sich Luft im Kampf um das Achtelfinale-Ticket in der Champions verschafft.

9 dec 2021, 20:09
Timo Fleth
tif@fla.de

SG Flensburg-Handewitt - Telekom Veszprem 30:27 (16:12)

Statistik

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Møller - Golla 6, Hald, Svan 1, Wanne 4/4, Meyer-Siebert, Steinhauser, Mensah Larsen 7, Søgard Johannessen, Gottfridsson 5, Müller, Jakobsen 4, Mensing, Einarsson 3, Lindskog.

Telekom Veszprem: Corrales, Cupara - Omar 3, Maqueda 2, Nilsson 3, Ligetvari 1, Marguc 6, Lauge 1, Strlek 3, Lukacs, Blagotinsek, Mahé 4/1, Dörnyei, Lekai 4, Sipos.

Zeitstrafen: 3:5 (Hald 2x, Golla - Lekai, Ligetvari, Lauge, Blagotinsek, Mahé)

Siebenmeter: 4/4:1/2 (- Buric hält gegen Mahé).

Schiedsrichter: Boris Mandak/Mario Rudinsky (Slowakei).

Zuschauer: 1703.