Weiterhin mit Demut am Werk

Der TSV Nord Harrislee empfängt am Sonnabend um 17.30 Uhr die Spreefüxxe Berlin. Es gilt 2G und Maskenpflicht für die Besucher.

Sophia Frauenschuh fehlt Nord weiterhin. Am Wochenende geht es für den formstarken TSV gegen Berlin.
Sophia Frauenschuh fehlt Nord weiterhin. Am Wochenende geht es für den formstarken TSV gegen Berlin. Foto: Lars Salomonsen

Flensburg. Sieg beim Tabellenführer Waiblingen, Remis beim Zweiten Solingen, vier Spiele in Serie ungeschlagen (drei Siege am Stück) - die Handball-Frauen des TSV Nord Harrislee sind in der 2. Liga aktuell so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Vor dem Duell mit dem Vierten, Spreefüxxe Berlin, ist die nächste Überraschung nicht ausgeschlossen, zumal Nord bereits in der Vorsaison beim damals großen Aufstiegsfavoriten in der Hauptstadt erfolgreich war.

TSV-Trainer Olaf Rogge kann angesichts dieser Aufzählung nur müde lächeln und sagt: »Unser Selbstwertgefühl ist größer geworden, sicherlich berechtigt, aber wir tun gut daran, weiterhin mit Demut an die Sache heranzugehen. Die Rolle des Underdog macht für uns mehr Sinn.« Er weiß jedoch auch, dass Erfolge wie gegen Waiblingen der Konkurrenz nicht verborgen bleiben. »Auch wenn das niemand hören will, es gilt die Siege immer richtig zu bewerten. Waiblingen fehlten etliche Spielerinnen«, so Rogge.

Dennoch, Füxxe-Trainerin Susann Mülle warnt auf der Internetseite der Berlinerinnen: »Harrislee hat einen sehr breit aufgestellten Kader, in dem viele Spielerinnen schon lange dabei sind, das macht sich natürlich im Zusammenspiel bemerkbar. Zudem haben sie in den letzten Spielen Waiblingen auswärts geschlagen und einen Punkt in Solingen geholt.«

Einen qualitativ gut aufgestellten Kader sieht Rogge aber auch beim Gegner. »Sie werden wieder ganz oben mitspielen. Einziger Unterschied: in dieser Saison gibt es nicht nur zwei Mannschaften, die um den Aufstieg spielen. Aber mit dem Kader kann für Berlin nur der Aufstieg das Ziel sein.«

Rogge hat jedoch auch eine Schwäche ausgemacht und sieht darin eine Chance für seine Farben. »Wenn wir möglichst lange dran bleiben, wird Berlin etwas unruhig. Dann versuchen dort alle Spielerinnen, die Partie an sich zu reißen, und da können wir zuschlagen.«

Mit welchem Personal das geschieht, war am Freitag noch etwas ungewiss. Unter der Woche gab es abermals berufs- und krankheitsbedingte Trainingsabsagen. So könnte Andrea Lubrich als möglicherweise dritte Torhüterin erneut aushelfen. Jane Andresen dürfte wieder dabei sein, Spielerinnen wie Milena Natusch, Sophia Frauenschuh, Katharina Rahn und Hanna Klingenberg fehlen aber weiterhin.

Für die Zuschauerinnen und Zuschauer gilt am Sonnabend 2G und Maskenpflicht. 

3 dec 2021, 16:56
Ruwen Möller
rm@fla.de