Nord-Frauen mit nächstem Auswärtserfolg

Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee lassen sich auch durch lange Auswärtsfahrten nicht beirren und fahren bei der SG H2Ku Herrenberg die nächsten Zähler ein.

Tabea Schleemann konnte mit ihren giftigen Kontern wichtige Nadelstiche für die Nordfrauen in Herrenberg setzen.
Tabea Schleemann konnte mit ihren giftigen Kontern wichtige Nadelstiche für die Nordfrauen in Herrenberg setzen. Foto: Tim Riediger

Herrenberg. Der Großraum Stuttgart bleibt für die Zweitliga-Handballerinnen des TSV Nord Harrislee ein gutes Pflaster. Eine Woche nach dem überraschen Sieg beim VfL Waiblingen nahmen die Schützlinge von Olaf Rogge auch bei der SG H2Ku Herrenberg beim 34:31 (16:13) beide Punkte mit auf die 850 Kilometer lange Heimreise.

Beide Mannschaften setzten von Beginn an auf hohes Tempo und so entwickelte sich ein unterhaltsames Spiel, in dem zunächst die Angriffsreihen dominierten. Als Nord-Trainer Olaf Rogge in der 13. Minute die erste Auszeit nahm, stand es bereits 8:8. Dann bekamen die Harrisleerinnen die Partie besser in den Angriff, auch weil den „Kuties“ einige technische Fehler unterliefen, die besonders durch die Gegenstöße von Tabea Schleemann bestraft wurden. Aber auch Sophie Fasold im Tor steigerte sich und trug mit einem gehaltenen Siebenmeter beim Stand von 11:12 (22.) dazu bei, dass die „Turtles“ in Führung blieben und diese durch Madita Jess und erneut Schleemann innerhalb von 17 Sekunden auf 11:14 (23.) ausbauen konnten. 

Die Nord-Frauen bekamen nun auch in der Abwehr einen besseren Zugriff auf die Gastgeberinnen und konnten den Drei-Tore-Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff halten.

Die Harrisleerinnen erwischten einen Traumstart in die zweite Halbzeit und erhöhten auf 13:18 (33.). Auch die nächsten Minute liefen gut für die Gäste, die sich in der Deckung nun merklich steigerten und vorne eine treffsichere Jane Andresen hatten, die innerhalb von 90 Sekunden drei Tore zum 17:23 (42.) erzielte. Das Spiel schien entschieden, als die Nord-Frauen die nun fahrig agierenden „Kuties“ durch Tempospiel bestraften und auf 18:26 (45.) davon zogen. 

Doch noch gab sich Herrenberg nicht geschlagen und spielte fortan mit 7 gegen 6 im Angriff. Beim 24:28 waren die Gastgeberinnen wieder in Schlagdistanz, aber zwei Würfe ins leere Tor von Catharina Volquardsen und Sophie Fasold zum 24:30 (52.) sorgten für die Vorentscheidung. Apropos Fasold: Ihr gehaltener Tempogegenstoß beim Stand von 27:30 und das anschließende Tor von Madita Jeß waren dann endgültig die entscheidenden Aktionen für den Sieg der „Turtles“ und ein Garant für eine stimmungsvolle Rückfahrt in den hohen Norden.

27 nov 2021, 19:29
Kai Teichmann
sport@fla.de

SG H2Ku Herrenberg - TSV Nord Harrislee 31:34 (13:16)

Statistik

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Holzner - Schoeneberg 4/1, Wunschik 2, Klein 7, Bok, Buhler, Seeger, Neubrander 9, Beddies 1, van der Baan 6/1, Luber 2.

TSV Nord Harrislee: Tiedemann, Fasold - Volquardsen 2, Pleger 1, Mettner 3, Ja. Andresen 8/1, Lauf 1, Jo. Andresen 3, Jess 8, Jansen 1, Schleemann 5, Groth, Fischer 1/1, Albers.

Zeitstrafen: 0:6.

Siebenmeter: 4:2.

Schiedsrichter: Leonhard Bona/Malte Frank.