SG ohne Trainer-Duo nach Rumänien

Beim Königsklassen-Spiel gegen Dinamo Bukarest wird Michael Jacobsen, Trainer der A-Jugend und der zweiten Männermannschaft, gemeinsam mit Holger Glandorf das Zepter in der Hand haben. Maik Machulla und Mark Bult positiv auf Corona getestet.

Maik Machulla und Mark Bult bleibt nichts anderes als der Platz auf dem heimischen Sofa, um das Spiel der SG Flensburg-Handewitt in Rumänien zu verfolgen.
Maik Machulla und Mark Bult bleibt nichts anderes als der Platz auf dem heimischen Sofa, um das Spiel der SG Flensburg-Handewitt in Rumänien zu verfolgen. Foto: Tim Riediger

Flensburg. Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt stehen in der jüngsten Vergangenheit nicht nur durch Corona laufend vor neuen Aufgaben. So wartet auch am Donnerstag (18.45 Uhr/DAZN) in der Champions League, wenn es gegen Dinamo Bukarest geht, eine besondere Herausforderung.

Fünf Coronafälle bei den Flensburgern haben dafür gesorgt, dass die Bundesliga-Partie beim TSV Hannover-Burgdorf am vergangenen Sonnabend nicht stattfinden konnte. Neben Kreisläufer Simon Hald sind nun auch die Namen zweier weiterer infizierter Personen bekannt. 

Cheftrainer Maik Machulla und Co-Trainer Mark Bult werden in Rumänien fehlen und das nicht, weil die SG-Verantwortlichen frischen Wind auf der Bank haben wollten. Dafür rückt eine ganz andere Person in den Mittelpunkt. Das Sagen auf der Bank werden dann Michael Jacobsen, Trainer der A-Jugend und der zweiten Männermannschaft, und Holger Glandorf haben. Keine einfache und schon gar nicht optimale Situation.


Premiere für Michael Jacobsen auf der ganz großen Bühne. - Foto: Sebastian Iwersen

»Dass Mark und ich fehlen, macht es natürlich besonders schwierig, sich auf das Spiel vorzubereiten. Im Rahmen unserer Möglichkeiten, über Videoanalysen, Videokonferenzen und Telefonate haben wir alles gemacht, um Kontakt zu den Spielern zu halten und auch das Training zu gestalten. Es ist aber kein Geheimnis, dass es extrem schwierig ist, wenn man den Jungs nicht direkt in die Augen schauen kann und kein richtiges Gefühl hat«, so der derzeit kaltgestellte SG-Cheftrainer Maik Machulla aus der häuslichen Quarantäne.

Dass nun mit Michael Jacobsen ein auf dem Niveau unerfahrener Trainer an der Bank stehen wird, ist für Machulla auch alles andere als optimal. Das Vertrauen in den Dänen ist dennoch groß. 

»Wir haben frühzeitig das Gespräch mit Michael Jacobsen gesucht. Wir wollten jemanden haben, der jeden Tag in der Halle steht. Ich habe absolutes Vertrauen zu Michael, aber er wird die Mannschaft natürlich in enger Absprache mit mir steuern. Die Mannschaft steht voll hinter der Entscheidung und wird da Verantwortung übernehmen müssen«, so Maik Machulla.

Gefährliche Aufgabe

Dass es gegen die illustre und international besetzte Truppe der Rumänen gefährlich werden kann, hat nicht zuletzt das Hinspiel gezeigt. Zwar gewannen die Flensburger am Ende deutlich mit 37:30, taten sich aber lange Zeit schwer.

»Im Vergleich zum Hinspiel müssen wir uns deutlich steigern. In der Abwehr haben wir da die größten Möglichkeiten«, sieht das auch Maik Machulla so. Allerdings spricht auch eine andere Sache für die Norddeutschen.

»So frisch, wie jetzt, sind wir durch die Pause im November sicher schon lange nicht mehr in ein Champions-League-Spiel gegangen. Dennoch gehen wir durch die Spieler, die zu Hause geblieben sind, mit einer dünnen Personaldecke in das Spiel. Wir werden eng zusammenrücken und das Beste aus der Situation machen«, so die Einschätzung des SG-Trainers.

Wer neben dem Trainer-Duo und Simon Hald in Rumänien noch fehlen wird, ließ die SG zunächst noch offen. Zwei weitere Akteure dürften aber betroffen sein. Dennoch gilt für die Flensburger nicht erst seit dieser Spielzeit eine einfache Maxime: »Es ist wie es ist, aber wir akzeptieren die Situation. Das hat uns schon die vergangenen zwei Jahre ausgezeichnet.«


Maik Machulla und Mark Bult bleibt nur die Zuschauerrolle. - Foto: Lars Salomonsen

24 nov 2021, 15:01
Timo Fleth
tif@fla.de