Dritte Liga beim DHK statt Bundesliga-Spitzenspiel

Mittwoch gastierten die Füchse Berlin bei der SG Flensburg-Handewitt. Bob Hanning ist Geschäftsführer des Hauptstadtclubs, doch er ist auch Trainer beim VfL Potsdam und somit am Sonnabend schon wieder in der Fördestadt zu Gast - diesmal in der 3. Liga beim DHK Flensborg.

Vor drei Jahren gastierte Bob Hanning zuletzt außerhalb des Profibereichs in der Gegend. Mit der A-Jugend der Füchse Berling ging es damals zum TSV Sieverstedt. Diesmal ist er mit Potsdam beim DHK Flensborg zu Gast.
Vor drei Jahren gastierte Bob Hanning zuletzt außerhalb des Profibereichs in der Gegend. Mit der A-Jugend der Füchse Berling ging es damals zum TSV Sieverstedt. Diesmal ist er mit Potsdam beim DHK Flensborg zu Gast. Foto: Tim Riediger

Flensburg. Es ist ein klares Zeichen. Bob Hanning, Geschäftsführer von Bundesligist Füchse Berlin und gleichzeitig Trainer von Drittligist VfL Potsdam, ist am Sonnabend zu Gast in Idrætshallen in der 3. Liga und nicht beim Bundesliga-Topspiel im Füchsbau, welches live auf ARD übertragen wird. Wenn die Füchse Berlin um 18.05 Uhr das Traditionsduell gegen den SC Magdeburg eröffnen, wird Hanning vor einigen hundert Besuchern taktische Anweisungen an seine Youngster-Truppe geben. Um 17 Uhr beginnt die Partie des Tabellenführers der 3. Liga beim DHK Flensborg.

»Das war von vornherein ganz klar so abgesprochen und ich will meine Jungs auch nicht hängen lassen«, so Hanning, der »selbstverständlich« bereits am Freitag mit dem Team anreist und eine Übernachtung in Kiel einlegt. 

»Die Partie bei der SG war sicherlich die schwierigere Aufgabe, mit Potsdam sind wir doch klar der Favorit«, so Hanning, dessen Team souverän mit 14:0 Punkten Tabellenführer ist und damit auf dem besten Weg, dass selbstgesteckte Saisonziel zu erreichen. Der VfL will unbedingt in die 2. Liga, denn Potsdam ist der Partnerverein der Füchse. Die spielen mit ihrer Zweiten auch in der 3. Liga, dürfen aber als Profi-Reserve nicht in die Zweitklassigkeit aufsteigen. In Berlin möchten sie aber - um ihren vielen jungen Talenten die bestmögliche Ausbildung gewähren zu können - ein Team in jeder der ersten drei Ligen wissen.

Dafür hat Hanning in dieser Saison eine junge Truppe zusammengesucht, die bislang klar die Liga beherrscht. Dabei hat sich die Mannschaft eine zusätzliche Herausforderung auferlegt. »Wir schauen uns vorher nie Videos der Gegner an. Stattdessen wollen wir im Spiel lernen, so müssen sich die Jungs während der Partie auf neue Gegebenheiten einstellen«, erklärt Hanning, der sich in Sachen DHK aber dennoch bestens auskennt. »Der DHK hat einen Namen und gehört seit Jahren in diesen Spielklassen dazu. Nach dem Sieg gegen die Zweite der SG sind sie wieder in der 3. Liga zurück und ich habe von dem Verein und dem Umfeld nur Gutes gehört.«

11 nov 2021, 7:01
Ruwen Möller
rm@fla.de