Die Nordfrauen waren klar besser

Mit 35:29 (18:9) siegte der TSV Nord Harrislee souverän gegen den TV Aldekerk 07.

Katharina Rahn siegte mit dem TSV Nord.
Katharina Rahn siegte mit dem TSV Nord. Foto: Tim Riediger

Harrislee. Olaf Rogge hatte es bereits vor der Saison gesagt und den TV Aldekerk 07 als schwächsten der drei Aufsteiger eingeschätzt. Am Sonnabend wurde der Trainer der Frauen des TSV Nord Harrislee bestätigt. Nachdem sein Team zum Auftakt in die 2. Liga Heide bezwungen und in Regensburg verloren hatte, gab es gegen den dritten Liga-Neuling einen klaren 35:29 (18:9)-Sieg. Während sowohl Heide als auch Regensburg sich inzwischen im Mittelfeld der Liga wiederfinden, bleibt Aldekerk auch nach acht Partien ohne einen einzigen Punkt Schlusslicht. Das Team von der niederländische Grenze hatte an der dänischen Grenze nichts zu bestellen und war Nord deutlich unterlegen. Zwar ging der zweite Durchgang mit 20:17 an die Gäste, doch das lag daran, dass Rogge mehrfach komplett durchwechselte, alle Spielerinnen einsetzte und so selbstverschuldet etwas der Rhythmus dahin war.

»Wenn ich ein Haar in der Suppe finden möchte, dann möglicherweise, dass die Youngster hier und da nicht konsequent genug waren«, so Rogge, der aber gar nicht erst nach etwas Negativem suchen wollte. Schließlich gab es keinen Grund dafür. Der Plan der Gastgeberinnen war komplett aufgegangen.

Obwohl unter der Woche viele Spielerinnen nicht optimal trainieren konnten, gelang Nord der erhoffte ideale Start. Auch ohne Top-Torschützin Madita Jeß, die zunächst auf der Bank saß, erspielte sich Harrislee eine 4:0 (11.)-Führung. Es zeigte sich bereits in der Anfangsphase, dass Aldekerk das hohe Tempo nicht mitgehen konnte und neben der Linkshänderin Birga van Neerven sowie Spielmacherin Mariel Beugels kaum Gefahr ausstrahlte. Sophie Fasold im TSV-Tor war zudem eine Klasse besser als das Gäste-Duo im Tor, und so zog Nord bereits im ersten Durchgang deutlich davon.

Mit viel Einsatz, der nötigen Aggressivität in der Abwehr und sehenswerten Aktionen im Angriff wurde das Heimpublikum begeistert, auch wenn es am Ende ein Pflichtsieg war. So oder so konnte Harrislee eine Woche vor dem großen Pokalspiel zusätzliches Selbstvertrauen tanken.

»Ich denke es wird einigen Spielerinnen gut getan haben, dass sie viel spielen konnten«, zog Rogge ein zufriedenes Fazit und blickt nun gespannt auf das DHB-Pokalspiel gegen Bundesligist HL Buchholz 08-Rosengarten. Das Achtelfinale findet am Sonntag (15.30 Uhr) in der Holmberghalle statt.

7 nov 2021, 13:30
Ruwen Möller
rm@fla.de

STATISTIK

TSV Nord - Aldekerk 35:29 (18:9)

TSV Nord: Tiedemann, Fasold - Volquardsen 2, Pleger 6, Mettner, Jane Andresen 5/3, Lauf 1, Albers, Jo. Andresen 5, Rahn 4, Groht, Jeß 5, Fischer 1, Jansen 2, Schleemann 4

Aldekerk: Kothen, Cengiz, Leuf - Molderings, A. Huppers, Verlinden 1, F. Huppers 7/2, Albin, Nebel, van Neerven 9, Nunnendorf 1, van Katwijk, Rottwinkel 5, Beugels 5, Korsten 1

Schiedsrichter: Konrad Gimmler/Jannik Rips

Zuschauer: 178

Siebenmeter: 3/2:3/2 (Jane Andresen verwirft/Svenja Rottwinkel verwirft)

Zeitstrafen: 2:2 (Mettner, Jo. Andresen - F. Huppers, van Neerven)