Nordfrauen in Solingen gefordert

Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee wollen auch gegen den stabil auftretende HSV Solingen-Gräfrath 76 punkten.

Hinter dem Einsatz von Jane Andresen steht noch ein dickes Fragezeichen.
Hinter dem Einsatz von Jane Andresen steht noch ein dickes Fragezeichen. Foto: Sven Geißler

Timo Fleth

tif@fla.de

fredag d. 29. oktober 2021 kl. 17:05

Harrislee. Nach den Kurpfalz Bären am vergangenen Spieltag wartet am Sonnabend (18.15 Uhr) beim HSV Solingen-Gräfrath 76 das nächste Top-Team der 2. Bundesliga auf die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee.

Während es gegen die Kurpfalz Bären am Ende für die Nordfrauen nur zu einer knappen Niederlage reichte, soll beim HSV die nächste Jagd auf Bonus-Punkte eingeläutet werden. Der Respekt vor dem Gegner ist bei TSV-Trainer Olaf Rogge aber groß.

»Das ist eine wirklich stabile Truppe geworden, die an ihr Konzept glaubt und wirkt, als könnten sie gut miteinander. Die Mannschaft ist zudem punktuell sinnvoll verstärkt worden und dürfte mit den Ergebnissen im Rücken auch mächtig viel Selbstvertrauen haben«, so Rogge, der der ersten Saisonniederlage des HSV gegen die Füchse Berlin am vergangenen Spieltag keine sonderliche Bedeutung beimisst.

Mit Vanessa Brandt verfügen die Solingerinnen über die Nummer zwei der Torschützenliste mit 47 Treffern. Allerdings machen auch Cassandra Nanfack (28 Tore), Mandy Renarz (22) oder Carina Senel keine schlechtere Figur in der homogenen Mannschaft von Kerstin Reckenthäler.

»Das, was sie spielen, ist kein Hexenwerk, aber eben genau auf den Punkt. Wir wissen, was auf uns zukommt, es geht dann darum, wie wir das dann lösen«, so der Trainer der Nordfrauen.

Beste Voraussetzungen hat Olaf Rogge trotz einer ordentlichen Trainingswoche nicht für die Partie. Stine Jansen und Jane Andresen mussten beide krankheitsbedingt passen. Ob sie dabei sein werden, wird sich erst kurzfristig entscheiden.

»Der Einsatz im Training hat in dieser Woche gestimmt, auch wenn wir kaum im sechs gegen sechs trainieren konnten. Wir werden sicherlich kein Favorit sein, aber es gilt weiterhin für uns, dass wir Respekt haben werden, aber keine Angst«, so Rogge. 

Grundlage für einen Coup in der Klingenstadt soll dabei einmal mehr eine giftige Abwehr mit einem guten Gegenstoßspiel sein. Inwieweit der Positionsangriff wieder zu mehr Durchschlagskraft gekommen ist, wird die Partie zeigen müssen. Ohne Kampf wollen die Nordfrauen die Punkte jedenfalls nicht abgeben. »Wir haben schon mal in Solingen gepunktet, warum also nicht auch jetzt«, so die Ansage von Olaf Rogge.