Johannes Golla ist dabei

Der Kreisläufer der SG Flensburg-Handewitt steht im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft für zwei Testspiele im November.

Johannes Golla (r.) ist wieder beim DHB-Team dabei.
Johannes Golla (r.) ist wieder beim DHB-Team dabei. Foto: dpa

Flensburg. Analyse der Olympischen Spiele, langfristige Beobachtung der 1. und 2. Handball-Bundesliga und frische Eindrücke eines Trainingslehrgangs Anfang Oktober in Hennef: All das ist eingeflossen in das 19-köpfige Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft, mit dem Bundestrainer Alfred Gislason am 1. November in einen einwöchigen Lehrgang startet. Kurzfristig, um zwei Länderspiele gegen Portugal am 5. November in Luxemburg und am 7. November beim Tag des Handballs in Düsseldorf zu bestreiten. Mittel- und langfristig, um mit frischem Wind und neuen Gesichtern ein starkes Team für die großen Aufgaben im Jahrzehnt des Handballs zu formieren. So schreibt es der DHB am Montag in seiner Presseerklärung zur Kadernominierung. Wenig überraschend ist auch Johannes Golla von der SG Flensburg-Handewitt im Aufgebot. Der Kreisläufer gehört inzwischen zum festen Inventar der Nationalmannschaft.

„Mit diesem Kreis möchten wir den Umbruch starten“, sagt Axel Kromer, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes. „Alfred hat durchweg Spieler nominiert, von denen wir erwarten, dass sie bereits bei der kommenden Europameisterschaft zentrale Rollen übernehmen können. In die Zusammenstellung des EM-Kaders werden die Eindrücke des kommenden Lehrgangs, aber natürlich auch die Leistungen in den Vereinsspielen der kommenden Wochen einfließen. Alle Türen werden weiter in beide Richtungen geöffnet sein.“

„Vielleicht überrascht dieses Aufgebot Außenstehende – für uns ist die Nominierung nur konsequent. Dieser Kader spiegelt aktuelles Leistungsvermögen und Perspektive wider“, so Bundestrainer Gislason selber. „Wir möchten mehr in die Breite kommen, neue Konkurrenz schaffen und in der Auswahl flexibler werden. Ich freue mich sehr auf die Arbeit mit dieser Mannschaft.“

Mögliche Debütanten sind Julian Köster, Lukas Mertens, Lukas Zerbe, Hendrik Wagner und Joel Birlehm. Auch Simon Ernst ist nach langer Verletzungspause (drei Kreuzbandrisse) wieder dabei. 

Bei der EM 2022 trifft die deutsche Handball-Nationalmannschaft in der slowakischen Hauptstadt Bratislava in der Vorrundengruppe D auf Weißrussland (14. Januar), Österreich (16. Januar) und Polen (18. Januar). Die ersten beiden Teams erreichen die zweite Turnierphase.

25 okt 2021, 15:01
rm
rm@fla.de

FAKTEN

Das Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft:

Tor: Joel Birlehm (SC DHfK Leipzig), Till Klimpke (HSG Wetzlar)

Feld: Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen), Lukas Mertens (SC Magdeburg), Sebastian Heymann (Frisch Auf Göppingen), Paul Drux (Füchse Berlin), Hendrik Wagner (Eulen Ludwigshafen), Philipp Weber (SC Magdeburg), Juri Knorr (Rhein-Neckar Löwen), Luca Witzke (SC DHfK Leipzig), Julian Köster (VfL Gummersbach), Simon Ernst (SC DHfK Leipzig), Fabian Wiede (Füchse Berlin), David Schmidt (Bergischer HC), Timo Kastening (MT Melsungen), Lukas Zerbe (TBV Lemgo), Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen), Patrick Wiencek (THW Kiel)