Die SG bleibt Verfolger

Dank eines 38:28-Erfolges in Nordhorn ist die SG Flensburg-Handewitt im Titelrennen weiter hinter dem THW Kiel in Lauerstellung.

Führte sein Team zum Sieg in Nordhorn: SG-Kapitän Lasse Svan.
Führte sein Team zum Sieg in Nordhorn: SG-Kapitän Lasse Svan. Foto: Lars Salomonsen

Flensburg/Nordhorn. Aus Sicht der SG Flensburg-Handewitt gab es vor dem Anpfiff bei der HSG Nordhorn-Lingen eine schlechte Nachricht. Die Eulen Ludwigshafen unterlagen dem Tabellenführer THW Kiel mit 20:29 und leisteten der SG im Titelrennen nicht die erforderliche und erhoffte Schützenhilfe.

Gute Nachrichten lieferte die SG danach selber. Vom Berlin-Schock (29:33) am Donnerstag war die Gäste nicht mehr beeindruckt und gewannen gegen den Absteiger mit 38:28 (19:15). Damit bleibt die SG zwei Spieltage vor Saisonende zwar am THW dran, muss aber weiter auf einen Patzer des Nordrivalen hoffen.

Ohne fünf (Benjamin Buric, Jacob Heinl, Franz Semper, Lasse Møller und Alexander Petersson) Kaderspieler erwischte die SG einen guten Start und ging 2:0 in Front. Beim 4:4 (7.) war Nordhorn, der Ex-Verein des SG-Trainer-Duos Maik Machulla und Mark Bult, aber wieder auf Augenhöhe. So blieb es bis zum 11:11 (20.). Mit einer 15:13-Führung (26.) im Rücken nahm Machulla eine Auszeit und appellierte an sein Team:

»Ich möchte, dass wir uns Energie geben und nicht die Verantwortung zum nächsten schieben«. Der Coach bezog dies auf die mangelhafte Abwehrarbeit seiner Schützlinge und forderte noch »gute fünf Minuten« bis zur Pause, um mit »zwei, drei Toren« in Führung zu gehen. Er bekam was er wollte. Sein Team zog an und ging mit einem 19:15-Vorsprung in die Pause. Erfreulich: Gøran Søgard konnte wieder vermehrt mitwirken, auch im Angriff, wo der Norweger einige Akzente setzte.

Sieg eingefahren

Nach dem Wechsel spielte die SG weiter konzentriert auf und ging mehrfach auf fünf Tore weg. Und es wurden immer mehr. Dabei tat sich einmal mehr der schwedische Vizeweltmeister Hampus Wanne als bester SG-Torschütze hervor. Der Linksaußen kam am Ende auf acht Tore. Im eigenen Kasten bekam auch Oldie Henning Fritz einen Kurzeinsatz, bei einem Siebenmeter gegen Robert Weber, den er allerdings nicht halten konnte.

Während der Routinier wieder auf die Bank ging, kam in der Schlussphase die junge Generation in Person von Magnus Holpert ins Spiel. Er traf gleich zum 32:23 (51.). Nach 60 letztlich souverän geführten Minuten war der Auswärtssieg perfekt.

Weiter geht es für die SG am Mittwoch (19 Uhr/live Sky) beim HC Erlangen. Der THW empfängt einen Tag später (19 Uhr/live Sky) den frischgebackenen DHB-Pokalsieger TBV Lemgo-Lippe, gegen den die Kieler vor wenigen Tagen im Pokal-Halbfinale unterlagen. Eine Wiederholung wäre eine gute Nachricht für die SG.

20 jun 2021, 17:37
Ruwen Möller
rm@fla.de

STATISTIK

HSG Nordhorn-Lingen - SG Flensburg-Handewitt 28:38 (15:19)

HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen, Buhrmester - Torbrügge, Leenders, Weber 4/3, Mickal 4/1, Miedema 2, Stegefelt 2/1, Terwolbeck 4, Zare 2, Vorlicek 7, Visser, Possehl 1, Pöhle 2, Kalafut

SG Flensburg-Handewitt: Bergerud, Fritz (bei einem Siebenmeter) - Golla 6, Hald 4, Svan 5, Wanne 8/4, Jøndal, Steinhauser 1, Mensah Larsen 1, Søgard 2, Gottfridsson 4, Holpert 2, Rød 5

Schiedsrichter: Nils Blümel/Jörg Loppaschweski (Berlin)

Zuschauer: 500

Zeitstrafen: 5:4 (Mickal, Kalafut, Visser, Possehl, Terwolbeck - Wanne, Rød, Mensah Larsen, Jøndal)

Siebenmeter: 5/5:5/4 (Wanne scheitert an Buhrmester)