Spitzenmannschaft mit Spitzenleistung

Die SG Flensburg-Handewitt hat einen überzeugenden Auftritt beim TBV Lemgo Lippe hingelegt und verdient zwei Punkte geholt.

Mads Mensah Larsen (mit Ball) unterstrich auch beim TBV Lemgo Lippe seine herausragende Form.
Mads Mensah Larsen (mit Ball) unterstrich auch beim TBV Lemgo Lippe seine herausragende Form. Foto: Tim Riediger

Lemgo. Die SG Flensburg-Handewitt hat einen eindrucksvollen Auftritt beim TBV Lemgo Lippe hingelegt. Gab es im Hinspiel in Flensburg noch ein 27:27-Remis, überzeugten die Flensburger beim klaren 33:22-Sieg. Eine kurze Schwächephase in der ertsen Halbzeit, war alles, was die SG den Lemgoern lies. Der Beginn der zweiten Halbzeit gehörte einer homogen und stark auftretende SG-Mannschaft, die schnell keine Zweifel mehr am Sieger aufkommen lies.

»Das war ein fokussierter und konzentrierter Auftritt von uns. Gerade in der zweiten Halbzeit war das richtig gut. Insgesamt haben wir die Fehler, die Lemgo gemacht hat, gnadenlos bestraft«, fasste SG-Torhüter Torbjørn Bergerud nach der Partie das Geschehen zusammen. SG-Trainer Maik Machulla war entsprechend angetan.

»Das war von der ersten bis zur letzten Minute eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung. Wir waren sehr konsequent von Beginn an in der Abwehr und die Paraden von Torbjørn Bergerud helfen uns da auch. In der zweiten Halbzeit haben wir einen super Start und da war das Spiel auch schnell entschieden. Wir konnten das dann locker runterspielen. Das hat uns gut getan und wir fahren mit einem guten Gefühl nach Hause«, so Machulla. 

Der SG-Trainer veränderte seine Startaufstellung lediglich auf einer Position im Vergleich zum Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen. So nahm Lasse Svan auf der Bank Platz und für den dänischen Weltmeister durfte Marius Steinhauser ran. Ansonsten war es Torbjørn Bergerud im Tor und Hampus Wanne, Mads Mensah Larsen, Jim Gottfridsson, Magnus Rød und Johannes Golla, wobei Simon Hald für Mensah Larsen in der Deckung spielte.

Während die SG im Positionsangriff einen Moment brauchten, um in die Partie zu finden, funktionierte das Tempospiel nahezu fehlerfrei. Nach zehn Minuten hatten sich die Gäste so schon eine 8:4-Führung herausgeworfen, weil auch die Abwehr in Zusammenarbeit mit Keeper Bergerud von Beginn an ordentlich funktionierte. Aushilfe Henning Fritz blieb so das komplette Spiel auf der Bank. Gleich sechs unterschiedliche Torschützen machte zudem deutlich, dass sich alle SG-Akteure von Beginn an voll einbrachten und jeden Fehler der Lemgoer bestrafen wollten.

Die Flensburger blieben auch im Verlauf der ersten Halbzeit am Drücker. Zwar schlich sich der ein oder andere Fehler mehr ins Angriffsspiel der Gäste, aber auf einen erneut gut aufgelegten Torbjørn Bergerud war verlass. 

Eine Zeitstrafe und gleich vier vergeben Würfe, größter Verschwender dabei Hampus Wanne, in Folge gab den Gastgebern vollkommen unnötig wieder den Glauben zurück. SG-Trainer Machulla griff zur Auszeit, denn der komfortable Vorsprung war auf drei Tore zusammengeschmolzen.

Bis zur Pause tat sich die SG zudem schwer den Ball am eingewechselten Finn Zecher im TBV-Tor vorbeizubringen. Die Folge war lediglich eine 18:14-Führung zur Halbzeit.

 Die Heimmannschaft setzte nach dem Wiederbeginn auf eine offensive 5:1-Abwehr, in der Hoffnung den Spielfluss der Gäste stören zu können. Doch die SG Flensburg-Handewitt lies sich davon zunächst überhaupt nicht beeindrucken. Mit hoher Passgeschwindigkeit und starkem Zweikampfverhalten knackte der SG-Angriff die Deckung des TBV spielend leicht. Mit einem weiteren 5:0-Lauf setzten sich die Flensburger erstmals mit zehn Toren beim 26:16 (40.) ab.  Magnus Rød musste in der Folge nur noch im Angriff ran und auch Hampus Wanne bekam frühzeitig einen Platz auf der Bank, zudem bekam auch Magnus Holpert in der Schlussphase noch einige Minuten auf dem Spielfeld.

Am Ende  konnte die SG Flensburg-Handewitt einen ungefährdeten und hoch verdienten 33:22-Sieg beim TBV Lemgo Lippe einfahren. Eine kleine Schwächephase in der ersten Halbzeit war alles, was die SG den Gastgebern an Chance gab. Somit kann die SG mit viel Rückenwind in die Partie am kommenden Mittwoch (19 Uhr/Sky) gegen den SC Magdeburg gehen.

30 maj 2021, 17:24
Timo Fleth
tif@fla.de

TBV Lemgo Lippe - SG Flensburg-Handewit 22:33 (14:18)

Statistik

TBV Lemgo Lippe: Zecher, Johannesson - Elisson 5/5, I. Guardiola 1, Simak 1, Carlsbogard 3, Schagen 1, Timm 2, Hangstein, Zerbe, G. Guadiola, Cederholm 5, Geis, Reimann 2, Baijens 2.

SG Flensburg-Handewitt: Fritz, Backhaus, Bergerud - Golla 1, Hald 4, Svan, Wanne 7/3, Jøndal, Steinhauser 5, Mensah Larsen 6, Søgard Johannessen, Gottfridsson 6, Holpert, Petersson, Rød 4.

Zeitstrafen: 1:2.

Siebenmeter: 5:4 (-Wanne scheitert an Zecher).

Schiedsrichter: Tanja Kuttler/Maike Merz.

Zuschauer: -.